Zentraler Standort

VHS zieht in Räume der Stadtbücherei im Haus Ennepetal ein

Die Stadtbücherei im Haus Ennepetal: In die in absehbarer Zeit frei werdenden Räume soll die VHS Ennepe-Ruhr-Süd einziehen.

Die Stadtbücherei im Haus Ennepetal: In die in absehbarer Zeit frei werdenden Räume soll die VHS Ennepe-Ruhr-Süd einziehen.

Foto: Hartmut Breyer

Ennepetal.   Die Volkshochschule Ennepe-Ruhr-Süd wird nach dem Umzug der Stadtbücherei in die Passage am Markt die freien Räume im Haus Ennepetal nutzen.

Die Volkshochschule Ennepe-Ruhr-Süd wird nach dem Umzug der Stadtbücherei in die Passage am Markt die dann frei werdenden Räume im Haus Ennepetal nutzen. Dort können die Angebote der Bildungseinrichtung an einem zentralen Standort gebündelt werden. Zugleich wird so ein mehrjähriger Leerstand vermieden. Bevor die VHS in ihr neues Domizil einziehen kann, sind allerdings noch Renovierungs- und Umbaumaßnahmen erforderlich.

Kein Platz mehr in Harkortschule

„Wenn es dazu käme, wäre das ein Gewinn für uns. Die Lage und die Größe der Räume sind aus unserer Sicht sehr positiv zu beurteilen“, sagte VHS-Direktor Achim Battenberg auf Nachfrage dieser Zeitung. „Ich bin ein großer Freund davon, dass wir unsere Standorte in einer Stadt jeweils zusammenlegen.“ Schließlich habe man einen Zweckverband mit fünf Städten, was grundsätzlich einen großen Aufwand mit sich bringe. In Ennepetal hat die VHS Ennepe-Ruhr-Süd Räume in der Harkortschule, die man aufgrund des Bedarfs für die Offenen Ganztagsbetreuung an der Katholischen Grundschule aufgeben muss, und an der Südstraße. „Außerdem sind wir ohnehin im Haus Ennepetal mit unseren Integrationskursen, das können wir wunderbar verbinden“, so Achim Battenberg. Noch abzuwarten sei, ob man den Standort Südstraße, der für künstlerische Angebote genutzt wird, aufgebe. Das hänge davon ab, was der Platz in der dann ehemaligen Bücherei hergebe.

Sehr lange wird die VHS allerdings nicht im Haus Ennepetal bleiben können, weil das Gebäude nach derzeitigem Stand im Jahr 2024 abgerissen werden und durch ein neues Veranstaltungsgebäude und ein neues Mehrgenerationenhaus ersetzt werden soll. Die VHS könnte anschließend in den Neubau des Mehrgenerationenhauses integriert werden. „Ich freue mich jetzt auf das Haus Ennepetal. Und wenn es hinterher mit Räumen in einem Neubau klappen sollte, freue ich mich noch mehr“, erklärte Achim Battenberg. Die Stadt habe die VHS von Anfang an wunderbar in die Planungen eingebunden.

GmbH-Aufsichtsrat stimmt zu

In der jüngsten Aufsichtsratssitzung der Kluterthöhle und Freizeit GmbH & Co. KG, die das Haus Ennepetal betreibt, begrüßten die Vertreter der Politik das Vorhaben. „Ein Leerstand wäre schlecht“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Daniel Heymann. Nicht zuletzt könne das erfahrungsgemäß zu Schäden durch Vandalismus führen. „Das ist gut, weil wir das Haus ja nicht verfallen lassen wollen“, meinte SPD-Fraktionschef Volker Rauleff. Natürlich müsse man die Kosten im Auge behalten.

Für Umbau und Renovierung kalkuliert die Kluterthöhle und Freizeit GmbH mit etwa 200.000 Euro. Der 40 Jahre alte Teppichboden muss ausgetauscht werden, zudem zur Herstellung mehrerer Seminarräume Trockenbauwände eingezogen werden. Auch sind Brandschutzmaßnahmen umzusetzen, die Beleuchtung und die Stromversorgung zu erneuern, Deckenelemente auszutauschen sowie Malerarbeiten und eine Anpassung von Heizkörpern und Fensterelementen durchzuführen. Die Investition soll innerhalb des vierjährigen Mietzeitraums durch einen Mietkostenaufschlag refinanziert werden.

Der Aufsichtsrat stimmte einer entsprechenden Änderung des Wirtschaftsplans der Kluterthöhle und Freizeit GmbH einstimmig zu.

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