Kitaeröffnung

Waldorfkindergarten in Voerde offiziell eröffnet

Geschäftsführerin Katja Funke interviewt Bürgermeisterin Imke Heymann (hinten) im vollbesetzten Eurythmie-Raum.

Foto: Hartmut Breyer

Geschäftsführerin Katja Funke interviewt Bürgermeisterin Imke Heymann (hinten) im vollbesetzten Eurythmie-Raum.

Ennepetal.   Viele Gäste strömen in die Einrichtung an der Vilvoorder Straße. Erstes von drei Materio-Gebäuden

Der Betrieb läuft seit Jahresbeginn langsam erst an, noch besuchen erst wenige Kinder den neuen Waldorfkindergarten in Voerde (wir berichteten). Doch nachdem Abdulahi und Alima gestern Nachmittag das symbolische rote Band durchgeschnitten hatten, strömten am Nachmittag viele Menschen in die Einrichtung an der Vilvoorder Straße. Der Trägerverein Waldorfkindergärten Hagen feierte mit den Kindern, Eltern, Erziehern und Vertretern des Bauherrn Materio GmbH und der Stadt offiziell die Eröffnung.

Katja Funke, Geschäftsführerin des Vereins, begrüßte die Gäste im vollbesetzten Eurythmie-Raum des Kindergartens. „Kinder aller Nationalitäten, sozialer Schichten und Konfessionen sollen gemäß unseres Anspruchs hier einen lebenswerten Ort vorfinden“, sagte sie. Katja Funke erinnerte daran, dass man sich vor gerade einmal einem Jahr an der Ausschreibung der Stadt für die Trägerschaft beworben habe und jetzt sei schon Kinderlachen zu hören. Im Mai war der Spatenstich erfolgt, im September konnte schon Richtfest gefeiert werden und am 2. Januar startete der Betrieb. Der Investor Materio GmbH aus Soest hat das Gebäude in Holzbauweise erstellt. Stefan Nöcker, Geschäftsführer des Unternehmens, brachte als Geschenk einen Gutschein für Material mit, das für den Bau eines Spielhauses benötigt wird. Das Haus wollen die Eltern bauen.

Katja Funke interviewte auch Bürgermeisterin Imke Heymann. Auf die Frage nach ihren Kindergartenerinnerungen antwortete Heymann, die in Leipzig aufwuchs, dass sie sich vor allem an die guten Freunde erinnere, die sie damals gefunden habe. Heymann betonte, dass sie richtig glücklich über die Eröffnung sei. Sie dankte dem Bauherrn dafür, dass er geliefert habe, was er versprochen hatte. Der Träger, der Verein Waldorfkindergärten Hagen, habe den Bau mit viel Detailliebe ausgestattet. Hummel-, Bienen- und Marienkäfergruppe sind bereits eröffnet, im Sommer folgt die Schmetterlingsgruppe.

Wolfgang Saßmannshausen, der einst den Verein in Hagen gründete und weltweit in Fort- und Weiterbildung sowie Beratung für Waldorfkindergärten tätig ist, richtete einige Worte an die Gäste. Aus den beiden anderen Einrichtungen des Vereins in Haspe und Delstern wurde ein Geschenk, ein Schild für das neue Haus, avisiert. Für Musik sorgte eine Band ehemaliger Kindergartenkinder, die nun die Waldorfschule in Haspe besuchen, und das Kindergartenteam um Leiterin Sabine Nölle sang.

Anschließend konnten sich alle den Kindergarten ansehen. Es gab einen Eurythmie-Workshop, Basteln, Kneten, eine Wollstube und Kräutersalzherstellung, auch die Cafeteria war geöffnet.

Arbeiten an Schemmstraße beginnen

Bei den beiden weiteren Kindergärten, die der Investor Materio in Ennepetal baut, laufe derzeit alles nach Plan, so Markus Ihmels vom Fachbereich Jugend, Soziales, Kultur und Sport, der für die Kindergärten zuständig ist. Die Kita an der Hembecker Talstraße 100, die die AWo betreiben wird, soll am 1. April eröffnen. Und an der Schemmstraße soll es nun auch mit dem Bau losgehen. „Wenn es in den nächsten drei Wochen keinen Frost gibt, dann wird die Bodenplatte gelegt“, erklärt Ihmels. „Wie schnell es danach mit der Holzkonstruktion geht, haben wir ja an den beiden anderen Bauten gesehen.“ An der Schemmstraße wird Materio allerdings aus Platzgründen zweigeschossig bauen.

Alle neuen Einrichtungen sind viergruppig ausgelegt und bieten je 75 Kindern Platz: in zwei Gruppen vom Typ I (2 bis 6 Jahre), und je einer Gruppe vom Typ II (0 bis 3 Jahre) und vom Typ III (3 bis 6 Jahre). Momentan seien die U3-Plätze belegt, es gebe sogar schon Wartelisten, berichtet Markus Ihmels. Ü3-Plätze stünden aber in allen drei Einrichtungen noch zur Verfügung. Er erwarte aber auch, dass sich auch bei den Plätzen für die Jüngeren die Situation entzerre, wenn alle drei Kitas am Start seien, so Ihmels. Genaueres könne er in Kürze sagen, wenn er die Kindergartenbedarfsplanung fertig gestellt habe.

Im Wirtschaftsplan des Infrastrukturbetriebs Ennepetal (ISBE) stehen für 2018 und 2019 auch noch Investitionsmittel in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen Euro für die Kita Hasperbach zur Verfügung. Im März werde sich der Jugendhilfeausschuss damit beschäftigen, welche Maßnahmen dort ergriffen werden sollen, erklärte Stadt-Pressesprecher Hans-Günther Adrian auf Nachfrage.

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