Industrie-Museum

Zinngießen für Mädchen und Frauen

Ähnlich wie auf hier können die Teilnehmerinnen ihre FIguren anordnen und so ein Diorama gestalten

Ähnlich wie auf hier können die Teilnehmerinnen ihre FIguren anordnen und so ein Diorama gestalten

Foto: WP

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Ennepetal. „. Es waren einmal fünfundzwanzig Zinnsoldaten, die waren alle Brüder, denn sie waren aus einem alten zinnernen Löffel gemacht worden. Das Gewehr hielten sie im Arm und das Gesicht geradeaus; rot und blau, überaus herrlich war die Uniform ... “, wer von Zinnfiguren hört, der denkt wahrscheinlich als erstes an das Märchen „Der standhafte Zinnsoldat“ von Hans Christian Andersen. Das Industrie-Museum Ennepetal möchte jetzt mit dem Aktionstag „Zinngießen für Mädchen und Frauen“ am Samstag, 21. Juni, zeigen, welche Möglichkeiten das Material noch bietet – und damit ausschließlich weibliche Interessierte ansprechen.

Besondere Figurenwelt

„Dieses Mal sollen die Frauen im Vordergrund stehen. Sie sind zwar auch an unseren anderen Aktionstagen immer neugierig, halten sich aber meist im Hintergrund“, begründet Rainer Finke vom Förderkreis Industriekultur Ennepetal die Idee des Vereins. Daher werde es bei diesem Angebot auch eine besondere Figurenwelt geben. Finke: „Wir wollen verschiedene Tierfiguren und Engel gießen, bemalen und anschließend in einer Szene darstellen.“ Die so entstehenden Dioramen dürfen die Teilnehmerinnen anschließend behalten.

Der Verein möchte dabei sowohl Spaß an der Handarbeit vermitteln, als auch Interesse für die Geschichte von Zinnfiguren als Kunstwerke und Spielzeug wecken. Zudem möchte er auf die Bedeutung von Frauen in der Geschichte der alten Gießerei aufmerksam machen. Der Verein hat in diesem Zusammenhang eine eigene Gruppe gegründet, die sich mit dem Themenspektrum „Frauen in der Industrie“ auseinandersetzt. In der alten Zinngießerei sei es vor allem Aufgabe von Frauen gewesen, Wabenbleche für die Bahn nachzubearbeiten und die einzelnen Waben mit einer Feile zu entgraten.

Beim Aktionstag im Juni werden die Teilnehmerinnen dagegen zu Künstlerinnen. Das silberweiß glänzende Schwermetall wird mit Gaskochern erhitzt und so geschmolzen. Das flüssige Zinn wird dann in eine Form gegossen. Hierzu stellt das Museum unterschiedliche Formen zur Verfügung. Bei der Arbeit mit dem heißen Material leisten die Vereinsmitglieder Hilfestellung. Anschließend können die Teilnehmerinnen die erkalteten Figuren nachbearbeiten und bemalen. Eine Künstlerin gibt dazu gerne Tipps. Die Teilnehmerinne können die Figuren dann zum Schluss zu einer Szene auf einem kleinen Holzpodest arrangieren

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