Baldeneysee

Baden im Essener Baldeneysee fällt am Sonntag ins Wasser

Die Badestelle am Baldeneysee am Donnerstag.

Foto: Stefan Arend

Die Badestelle am Baldeneysee am Donnerstag. Foto: Stefan Arend

Essen.  Die Badestelle am Seaside Beach sollte am Sonntag eröffnet werden. Doch die Wasserqualität verschlechterte sich nach dem Regen am Donnerstag.

Dass es gar nicht so einfach werden würde mit dem Schwimmen im Baldeneysee – darauf hatten die Verantwortlichen bei der Stadt Essen und beim Ruhrverband bei aller Vorfreude stets hingewiesen. Am Donnerstag wurden Skeptiker bestätigt. Die für kommenden Sonntag geplante Eröffnung der Badestelle am Seaside Beach, dem ehemaligen Freibad Baldeney, wurde am späten Nachmittag kurzfristig abgesagt. „Drei von sechs Messstellen haben angeschlagen. Damit können wir nicht eröffnen“, sagte Markus Pliessnig, Sprecher der Grünen Hauptstadt mit Bedauern.

Dabei war alles vorbereitet. Oberbürgermeister Thomas Kufen sollte die Badestelle offiziell freigeben. Christian Keller, dem ehemaligen Schwimm-Europameister aus Essen, wäre es vorbehalten geblieben, als erster ins kühle Ruhrwasser einzutauchen. Und wer wollte, hätte gleich hinterher springen dürfen. Daraus wird nichts.

Es bestehe die Gefahr, dass die Wasserqualität zu schlecht sei

Wer es positiv drehen will: Das Frühwarnsystem, das eigens für die Eröffnung einer Badestelle entwickelt wurde, hat funktioniert. Am Badetag selbst und an den beiden Tagen davor darf es nicht mehr Niederschlag fallen als fünf Millimeter pro Quadratmeter. An drei der sechs Messstellen war dies offenbar der Fall. Andernfalls besteht laut Ruhrverband die Gefahr, dass die Wasserqualität zu schlecht ist, weil zu viel ungeklärtes Abwasser in den See gelangt und die Wasserqualität das Baden nicht zulässt.

Nach Starkregenfällen würde dies der Fall sein, hieß es. Dessen waren die Verantwortlichen sich sicher. Merkwürdig nur: Gestern hat es zwar immer wieder geregnet, Sturzbäche sind allerdings nicht vom Himmel gefallen.

Wasserqualität muss nun anhand von Proben überprüft werden

Die Wasserqualität muss nun anhand von Proben überprüft werden. Bereits gestern saß ein Vertreter des Gesundheitsamtes mit am Tisch. Die Verantwortlichen wollten kein Risiko eingehen.

Am kommenden Dienstag soll es einen neuen Anlauf geben, auch dann bei freiem Eintritt. Jedermann ist willkommen. Badende erwartet ein 50 Meter langer Uferstreifen, der zum Schwimmen freigegeben ist. Drei Badeplattformen reichen wie Finger in den See hinein. Jede einzelne ist acht Meter lang, drei Meter breit und über Stege zu erreichen. Im See ist eine 400 Quadratmeter große Fläche mit Bojen abmarkiert. Nichtschwimmer dürfen nicht ins Wasser. An der Badestelle ist der See vier bis fünf Meter tief.

Anhand der Messungen der vergangenen Jahre geht der Ruhrverband davon aus, dass das Baden an bis zu 57 Tagen im Jahr möglich sein wird, so viele wären es 2016 gewesen. Nach der gestrigen Erfahrung dürfte die Zahl nicht zu hoch gegriffen sein. Immerhin: Am Dienstag soll das Wetter schön sein.

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