Filmpremiere

Berliner Großstadtmärchen “Cleo“ hat Premiere in Essen

Die Schauspieler Jeremy Mockridge und Marleen Lohse kamen mit Regisseur Erik Schmitt (v.li.) zur „Cleo“-Preview ins Filmstudio - und boten dem Fotografen eine kleine Schaueinlage.

Die Schauspieler Jeremy Mockridge und Marleen Lohse kamen mit Regisseur Erik Schmitt (v.li.) zur „Cleo“-Preview ins Filmstudio - und boten dem Fotografen eine kleine Schaueinlage.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen.  Zur Preview seines Kinofilms „Cleo“ kam Regisseur Erik Schmitt mit den Hauptdarstellern Marleen Lohse und Jeremy Mockridge - und mit Gitarre

Eine Kino-Preview mit besonderer Zugabe erlebten die Besucher am Mittwochabend im Filmstudio Glückauf. Neben den beiden Hauptdarstellern Marleen Lohse und Jeremy Mockridge hatte Regisseur Erik Schmitt zur Vorstellung seines Langfilmdebüts „Cleo“ nämlich auch noch die Gitarre mitgebracht. So gab’s die Coverversion des 80er-Jahre-Ohrwurms „Wonderful Life“ nicht nur im Film zu hören, sondern auch noch einmal live gesungen von Schauspielerin Marleen Lohse.

Verträumt und bittersüß wie der Song ist auch Schmitts Berliner Großstadtmärchen, das seine Titelheldin „Cleo“ auf eine ungewöhnliche Schatzsuche durch die Hauptstadt schickt. Bei ihrer Recherche nach der bis heute nicht aufgefundenen Millionen-Beute der Gebrüder Sass, zweier Einbrecher aus der Zeit der Weimarer Republik, wird sie nicht nur von großen Geistern wie Max Planck und Albert Einstein (gespielt von Jean Pütz), begleitet, sondern auch vom smarten Paul (Jeremy Mockridge).

Liebesgeschichte mit viel Zeithistorie

Unter die zarte Liebesgeschichte mischt Schmitt viel Zeitgeschichtliches, Kinohistorisches und Persönliches. So nimmt Cleos Geschichte am Tag des Mauerfalls ihren Anfang und führt schließlich tief hinunter unter den Berliner Teufelsberg, wo die alte Wehrtechnische Universität aus der NS-Zeit begraben liegt und eine Uhr, mit der Cleo die Zeit zurückdrehen will...

Um die Akzeptanz der Vergangenheit und das Umgehen mit der Gegenwart geht es denn auch in dem Film, der das Thema Zeitreise auf ungewöhnliche Weise aufnimmt. „Momo“-Autor Michael Ende sei dabei ein großes Vorbild gewesen, erklärt der Regisseur seinen ungemein fabulierfreudigen Film. Aber: „Die Fakten stimmen“, betont Schmitt, dessen Großstadtmärchen gleichwohl voller visueller Einfälle, überbordender Fantasie und poetischer Momente ist.

Und wenn der Himmel über Berlin wieder einmal besonders filmreif in Szene gesetzt wird, dann weiß man, dass „Cleo“ auch mit Hilfe eines Wim-Wenders-Stipendium entstanden ist. Der Film startet am 25. Juli in den Kinos.

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