Blindgänger

Weltkriegsbombe im Essener Ostviertel ist entschärft

An der gleichen Stelle – Elisenstraße, Ostviertel – waren vor zwei Wochen gleich zwei Bomben gefunden worden. Dieses Bild stammt vom 7. Mai.

An der gleichen Stelle – Elisenstraße, Ostviertel – waren vor zwei Wochen gleich zwei Bomben gefunden worden. Dieses Bild stammt vom 7. Mai.

Foto: Christof Köpsel / FUNKE Foto Services

Essen.  Erneut ist im Essener Ostviertel bei Bauarbeiten ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Um 14.40 Uhr war er entschärft.

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An der Elisenstraße im Ostviertel ist am Mittwoch eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Um 14.40 Uhr gab es Entwarnung: Die Bombe ist entschärft. Die Straßensperren werden aufgehoben, ebenso die Umleitung der betroffenen S-Bahnen und Regionalexpresse. Die Entschärfung hatte um 14.20 Uhr begonnen, teilte Stadtsprecherin Silke Lenz mit. Es ist der zwölfte Blindgänger-Fund in Essen in diesem Jahr.

Betroffen waren 244 Personen im so genannten inneren Kreis; sie mussten ihre Wohnungen und Büros verlassen. Außerdem waren 1791 Menschen im „äußeren Kreis“ betroffen – das bedeutet, sie müssen sich für die Zeit der Entschärfung von Fenstern fernhalten.

S2, RE2 und RE42 werden umgeleitet

Für die Entschärfung mussten die Frillendorfer Straße und Teile der Burggrafenstraße gesperrt werden. Auch die Bahn war betroffen: Die Züge der Linien S2, RE2 und RE42 wurden für die Dauer der Sperrung umgeleitet. Die Züge aus Richtung Dortmund nach Essen Hbf endeten und begannen in Essen-Altenessen.

Firma Carbotech muss Produktion herunterfahren

Die Firma Evonik (Goldschmidt) war nicht betroffen. Die Firma Carbotech dagegen schon; sie musste ihre Produktion herunterfahren.

Erst vor zwei Wochen waren an der gleichen Stelle zwei Blindgänger an einem Tag gefunden worden, die sofort entschärft werden mussten. Mit der Entschärfung sind mehr als 200 Mitarbeiter von Stadt und anderen Behörden beschäftigt gewesen.

Bei der Evakuierung habe es laut Stadtsprecherin Lenz keine Probleme gegeben, niemand habe sich geweigert, seine Wohnung zu verlassen. Im April hatten renitente Anwohner für eine Verzögerung der Bombenentschärfung an der Berta-Krupp-Realschule gesorgt.

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