Heimatkalender 2020

13. Heimatkalender mit jungen Motiven aus Essen-Borbeck

Andreas Koerner vom Kultur- und Heimatverein Borbeck (links) und Rainer Henselowsky (Edition Rainruhr) präsentieren den neuen Borbecker Heimatkalender Borbeck für 2020. Im Hintergrund steht die Germania-Statue, die auf dem Titelbild des Kalenders vertreten ist.

Andreas Koerner vom Kultur- und Heimatverein Borbeck (links) und Rainer Henselowsky (Edition Rainruhr) präsentieren den neuen Borbecker Heimatkalender Borbeck für 2020. Im Hintergrund steht die Germania-Statue, die auf dem Titelbild des Kalenders vertreten ist.

Foto: Katrin Simoneit/ FUNKE Foto Services / FFS

Essen-Borbeck.  Andreas Koerner und Rainer Henselowsky haben den Borbecker Heimatkalender zusammengestellt. Die Motive erwecken vergangene Zeiten wieder.

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Rainer Henselowskys Lieblingsfoto hat er sich für das September-Blatt des neuen Borbecker Heimatkalenders aufgespart. Es zeigt die Rot-Weiss-Aufstiegsfeier im Jahr 2004. „Das Foto lag mir sehr am Herzen“, gesteht der große RWE-Fan und Herausgeber des Kalenders. Dieser begleitet die Freunde historischer Bilder inzwischen zum 13. Mal durch das Jahr.

Heimatkalender aus Essen-Borbeck mit neuen Details

Zum Ende des Jahrzehnts haben sich Rainer Henselowsky, Leiter des Verlags edition Rainruhr, sowie Andreas Koerner vom Kultur-Historischen Vereins Borbeck einige neue Details einfallen lassen, die dem Kalender ein gediegeneres Erscheinungsbild verleihen. So besteht das Deckblatt, diesmal mit der „Germania“, aus Folienglanzpapier. Außerdem wurde das Layout modernen Gesichtspunkten angepasst.

Die Kalender-Macher möchten verstärkt jüngere Käuferschichten erschließen. „Dass wir keine jungen Leute mit dem Heimatkalender ansprechen, ist uns bewusst. Aber wir möchten nicht nur ältere Leute, sondern auch mittlere Jahrgänge erreichen“, sagt Rainer Henselowsky.

Auch in der letzten Kalender-Ausgabe des Jahrzehnts wurden Schnappschüsse von gestern und heute ausgewählt. Bis auf zwei Motive (Dampfeisenbahn im März und St. Marien-Kapelle im August) sind sie diesmal alle in Farbe. Außerdem richtet sich der Kalender nicht nur an die Borbecker, sondern an die Bewohner aller neun Stadtteile von Frintrop über Gerschede bis Vogelheim, die zu Großborbeck gehören.

Auch neuere Motive haben bereits etwas Historisches

Obwohl beide Winter-Motive erst ein Jahrzehnt alt sind, haben sie schon etwas Historisches an sich. Denn der Januar zeigt ein „fröhliches Rodeln in Schönebeck“, der Februar die Residenzaue als stille Winterlandschaft. In Zeiten, in denen der Weihnachtsmarkt bei frühlingshaften Temperaturen aufgebaut wird, tatsächlich eine Erinnerung an alte Zeiten.

Das März-Kalenderblatt zeigt eine über die Brücke Borbecker Straße stampfende Dampflokomotive. Anfang der 70er Jahre war die Strecke noch dreigleisig. Bis Sommer 1973 zog noch eine Dampflok den Personenzug Coesfeld – Essen. Interessant ist auch der Hintergrund: Die Dürerschule und die Lagerhalle des Möbelhauses Bücking.

Wie schnelllebig die Zeit ist, zeigt das fast aktuelle Bild der „Dampfe“: Als Manfred J. P. Dudek das Foto aufnahm, stand noch der fast 30 Meter hohe Schornstein. Auch er ist inzwischen Borbecker Geschichte.

Herbstliche Impressionen aus der Residenzaue

Aus dem Jahr 2008 sind die Straßenszene mit Wasserturm aus Frintrop sowie die Seilscheibe an der St. Michael-Kirche in Dellwig, nicht viel jünger der Blick auf den Borbecker Busbahnhof im Juli.

Nach herbstlichen Impressionen erneut aus der Residenzaue sowie einen Blick ins schöne Sudhaus der Dampfbier-Brauerei endet der Streifzug durch die jüngere Stadtteilgeschichte mit einer Erinnerung an das Adventskonzert 2009 in der Frintroper St. Josef-Kirche.

Nochmal zurück zu Rainer Henselowskys Lieblingsmotiv: Die Collage zeigt auch das Prominentenspiel, das zu Ehren Helmut Rahns am 11. Juli 2004 ausgetragen wurde. Das Herz des Kalender-Herausgebers schlägt eben rot-weiss...

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