Blaulicht

Bundespolizei schnappt mutmaßliche Graffiti-Sprayer in Essen

Durch Graffiti-Sprayer entstehen der Deutschen Bahn und anderen Verkehrsunternehmen jedes Jahr Millionenschäden.

Durch Graffiti-Sprayer entstehen der Deutschen Bahn und anderen Verkehrsunternehmen jedes Jahr Millionenschäden.

Foto: Henning Kaiser / dpa

Essen.  Essener Bundespolizisten haben auf einem Abstellgleis nahe dem Hauptbahnhof drei Graffiti-Sprayer erwischt. Sie hatten Regionalzüge besprüht.

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Sie tun es im Schutze der Dunkelheit und ihre Leinwände sind abgestellte Züge: Eine größere Gruppe von Graffiti-Sprayern hat Freitag früh (11. Oktober) große Teile eines Nahverkehrszuges nahe dem Essener Hauptbahnhof besprüht: auf einer Gesamtfläche von 130 Quadratmetern. Drei von ihnen wurden dabei von Bundespolizisten auf frischer Tat erwischt und festgenommen – darunter ein Brite, ein Slowake und ein Bochumer.

Der Hinweis auf die Graffiti-Sprayer kam von aufmerksamen Bahnmitarbeitern, die um zwei Uhr die Bundespolizei informierten. Tatort waren die Bahnanlagen an der Schederhofstraße in Essen-Holsterhausen, wo die Deutsche Bahn hauptsächlich S-Bahnzüge abstellt. Auch die Nordwestbahn schickt ihre Regionalverkehrs-Züge hier in die Abstellung.

Während mindestens fünf Personen durch die Gleisanlagen flüchteten, konnte ein 32-Jähriger slowakischer Staatsangehöriger festgenommen werden. In seinem Auto stellten die Bundespolizisten später zahlreiche Graffiti-Utensilien sicher. Zudem befanden sich ein Ausweisdokument einer unbekannten Person und Drogen im dem abgestellten Fahrzeug.

Bahnmitarbeiter sahen auffällige Farbklecks an der Kleidung und schöpften Verdacht

Da der 32-Jährige in Deutschland über keinen festen Wohnsitz verfügt, wurde er festgenommen und in das Polizeigewahrsam eingeliefert. Gegen 5 Uhr informierten Bahnmitarbeiter erneut die Bundespolizei über zwei verdächtige Personen – sie hatten auffällige Farbflecken auf ihrer Kleidung.

Im Bereich des Hotels Handelshof konnten Bundespolizisten die beiden Männer dann festnehmen. Wie sich anschließend herausstellte, handelte es sich bei einen der Personen um den Besitzer des zuvor im Auto des Slowaken sichergestellten Ausweisdokumentes.

Der 28-jährige Brite aus Ratingen erklärte später, dass ihm auch die im Fahrzeug gefundenen Drogen gehören würden. Bei der weiteren festgenommenen Person handelte es sich um einen 24-jährigen Mann aus Bochum.

Gegen das Trio leitete die Bundespolizei ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, gegen den Briten zusätzlich ein Verfahren wegen unerlaubten Betäubungsmittelbesitz ein. Die Ermittlungen dauern an.

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