Kirche und TV

„Die Passion“ als RTL-Event: Kreuzigung in der Essener City

Eine große Bühne für „die größte Geschichte aller Zeiten“: In den Niederlanden wurde „Die Passion“ in den vergangenen Jahren in verschiedenen Städten gezeigt.

Eine große Bühne für „die größte Geschichte aller Zeiten“: In den Niederlanden wurde „Die Passion“ in den vergangenen Jahren in verschiedenen Städten gezeigt.

Foto: Mediawater

Essen.  „Die Passion“: RTL macht den Leidensweg Jesu Christi Ostern 2020 zum Live-Event. Show aus den Niederlanden gibt in Essen ihr Deutschland-Debüt.

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Die Passionsspiele kennt man vor allem aus Oberammergau. Ostern 2020 aber soll der Leidensweg Jesu Christi auch in Essen Thema einer großen Inszenierung werden. Das Ungewöhnliche: „Die Passion“ spielt nicht auf einer herkömmlichen Theaterbühne, sondern an verschiedenen öffentlichen Plätzen der Stadt.

Künstler erzählen die Passionsgeschichte mit Songs aus den Pop-Charts

Die Passion als Live-Show: Das auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig wirkende Projekt zählt im niederländischen Fernsehen schon seit einigen Jahren zu den großen Quotenbringern. Schauspieler und Sänger präsentieren die Passionsgeschichte als musicalartiges Event mit Songs aus den Pop-Charts. „Dieses Konzept wollen wir nach Deutschland übertragen“, erklärt Claus Richter, Leiter Kommunikation RTL Television.

Bei der bundesweiten Suche nach einer geeigneten Stadt habe sich Essen als stärkster Interessent herausgestellt, sagt Ralf Dilger von Mediawater, der darauf hofft, das Konzept bei Erfolg auch auf andere, bislang noch abwartende deutsche Städte ausweiten zu können. In den Niederlanden lief „Die Passion“ in den vergangenen Jahren unter anderem schon in Amsterdam, Gouda, Rotterdam und Den Haag.

Die Kameras sind an verschiedenen Plätzen der Stadt aufgebaut

Über die Auswahl der Künstler und die verschiedenen Spielorte will man später informieren. Fest steht jedenfalls: Das in Zusammenarbeit mit Essen Marketing (EMG) konzipierte Live-Event wird am 8. April nicht nur auf einer Hauptbühne mit Moderator, Band und Orchester zu erleben sein, sondern verschiedene Schauplätze der Stadt mit einbeziehen. Das letzte Abendmahl vor dem Dom und Kreuzigungsszenen auf dem Kennedyplatz? Über die genaue Ausgestaltung hält man sich seitens der Veranstalter noch bedeckt. Weihnachten steht schließlich vor der Tür. Wer will da schon an die Leidensgeschichte Jesu Christi denken.

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