Türkei

Essener Grüne bleiben Konsulats-Empfang der Türkei fern

Das Bild aus dem Jahr 2013 zeigt die Vorstandssprecherin des Grünen Kreisverbandes, Gönül Eglence, auf dem Willy-Brandt-Platz. Schon damals demonstrierte sie gegen staatliche Gewalt in der Türkei .

Das Bild aus dem Jahr 2013 zeigt die Vorstandssprecherin des Grünen Kreisverbandes, Gönül Eglence, auf dem Willy-Brandt-Platz. Schon damals demonstrierte sie gegen staatliche Gewalt in der Türkei .

Foto: Vahlensieck

Essen.   Die Essener Grünen nehmen aus Protest nicht am Empfang des türkischen Generalkonsulats am Montagabend teil. Es gebe in diesem Jahr nichts zu feiern.

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Aus Protest gegen die aktuellen Entwicklungen in der Türkei bleiben die Essener Grünen dem Konsulats-Empfang am Montagabend (31. Oktober) fern.

Die Festnahme von Journalisten, die Ausschaltung jeglicher Opposition und nicht zuletzt die geplante Wiedereinführung der Todesstrafe zeigten, „dass sich die Türkei nicht demokratisch entwickelt und so nicht in die EU gehört“, sagt Essens Grünen-Chefin Gönül Eglence.

Sie und der frühere Grüne Bürgermeister Rolf Fliß seien alljährlich zu dem Empfang eingeladen und dort auch erschienen. In diesem Jahr sei ihnen aber nicht danach zumute, gemeinsam im türkischen Generalkonsulat die Republik-Gründung zu feiern. „Mit der Türkei gibt es im Moment nichts zu feiern“, bedauert Eglence, deren Eltern selbst aus dem Land stammen.

Die Absage habe man auch auf Türkisch an die Presse gegeben, sollte sich das Konsulat daraufhin noch melden, sei man zu einem kritischen Dialog weiterhin bereit.

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