Essener Jazz-Trompeter als Stadtmusiker in Moers

Er ist zweifelsfrei Essens größter Bläser, denn mit zwei Meter Länge überragt der Trompeter John-Dennis Renken seine Kollegen bei weitem. Dass er aber auch musikalisch eine überragende Figur der heimischen Jazzszene ist, beweist der gebürtige Bremer seit Jahren als vielgefragter Begleiter sowie mit eigenen Projekten, etwa seinem „Zodiac Trio“.

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Er ist zweifelsfrei Essens größter Bläser, denn mit zwei Meter Länge überragt der Trompeter John-Dennis Renken seine Kollegen bei weitem. Dass er aber auch musikalisch eine überragende Figur der heimischen Jazzszene ist, beweist der gebürtige Bremer seit Jahren als vielgefragter Begleiter sowie mit eigenen Projekten, etwa seinem „Zodiac Trio“.

Als Moderator beim „JOE-Festival“ gibt er gern auch mal den Bühnen-Clown, musikalisch dagegen glänzt der 35-Jährige als sensibler Feingeist, der mit offenen Ohren den Input seiner Spielpartner aufnimmt und mit coolen, stets zweckdienlichen Ideen bereichert. Und dies im Kontext elektronischer Klänge ebenso wie in kleinen Jazz-Combos und Bigbands, etwa dem „Essen Jazz Orchestra“, oder ganz aktuell als „Livemusik-Installation“ bei “Parsival“ im Grillo-Theater. Lauter gute Gründe für Tim Isfort, den neuen künstlerischen Leiter des legendären Moers Festivals, den Essener Trompeter als „Improviser in Residence“ 2017 in die Grafenstadt zu berufen. „Das ist eine Auszeichnung, die man nur einmal im Leben erhält“, freut sich John-Dennis Renken, der diese besondere Version eines Stadtmusikers seit langem kennt: „Ich war 2008 gerade ein Jahr mit dem Studium fertig, da rief mich Angelika Niescier an und fragte, ob ich mit ihr spielen wolle. Sie war die erste als ,Improviser in Residence’ und ich dachte: Wahnsinn. Sie kann ein Jahr lang all die Projekte machen, auf die sie Lust hat.“ Als Nachfolger der Geigerin Carolin Pook kann Renken nun in Moers ein Jahr lang eigene Ideen verwirklichen. Pläne hat der junge Vater einige: „Ich finde den Park so schön und kann mir gut vorstellen, mit einem befreundeten Elektroniker im Sommer einen Park-Sound zu schaffen.“ Außerdem denkt er an Projekte in Moerser Schulen sowie an eine Zusammenarbeit mit dem Schloß-Theater, was ihn besonders reizt.

Traditionell darf der „Improviser in Residence“ das Moers Festival eröffnen, wofür John-Dennis Renken sein „Zodiac Trio“ um einige Musiker erweitern will. Zum Thema „Residenzpflicht“ äußerte er sich gegenüber dem Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer freilich diplomatisch: „Meine Familie lebt in Essen, aber ein eigener Garten ist natürlich reizvoll, besonders für meine kleine Tochter.“ So oder so sollte Moers ein Heimspiel werden, eine große Ehre ist es schon jetzt.

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