Kirchenabriss

Essens OB versteht Proteste, wirbt aber für Hospital-Neubau

OB Thomas Kufen hat sich zur heftigen Diskussion um den Kirchenabriss in Altenessen zu Wort gemeldet.

OB Thomas Kufen hat sich zur heftigen Diskussion um den Kirchenabriss in Altenessen zu Wort gemeldet.

Foto: STEFAN AREND

Essen.   Der Streit um den Kirchenabriss in Altenessen macht Essens OB Sorgen. Emotionen seien verständlich, aber der Krankenhaus-Neubau auch eine Chance.

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Oberbürgermeister Thomas Kufen ist besorgt über die hitzige Diskussion um den Abriss der Kirche St. Johann Baptist in Altenessen, äußerte in einer Pressemitteilung Verständnis für die Proteste, hat aber gleichzeitig angedeutet, wo seine Sympathien liegen: „Unabhängig von aktuellen Diskussion in der Pfarrei ist für die Stadt Essen die Sicherung und Weiterentwicklung der krankenhäuslichen Versorgung im Essener Norden und Nordwesten ein besonderes Anliegen“, erklärte der OB. Hintergrund: In Altenessen soll die Kirche St. Johann abgerissen werden, um das benachbarte Marienhospital großzügig neu bauen zu können.

Kufen appellierte an die Verantwortlichen der Kirche und des Krankenhausbetreibers Contilia gemeinsam nach Möglichkeiten für die Pfarrgemeinde zu suchen, im Herzen von Altenessen ein tragfähiges Konzept gemeindlicher Arbeit zu sichern. „Die Schärfe um Abriss und Neubau des Marienhospitals durch die Contilia Gruppe“ tue der Sache allerdings nicht gut, wenngleich die Empörung zu verstehen sei.

Kufen sieht Chance für medizinische Versorgung auf höchstem Niveau

Die Gemeindemitglieder hätten sich in einem langjährigen und mutmaßlich auch schmerzvollen Prozess im Rahmen des Pfarrentwicklungsprozesses für die Aufgabe der Kirche St. Hedwig und die Fortführung der Kirche St. Johann Baptist ausgesprochen. „Daher ist die Enttäuschung darüber, dass nun nur wenige Wochen später genau das Gegenteil eintreten soll, nur allzu verständlich“, so Kufen.

Der Neubau eines Krankenhauses in Altenessen biete aber auch viele Chancen, nicht nur Arbeitsplätze zu sichern, sondern auch die medizinische Versorgung auf höchstem Niveau zu halten. Notwendig sei dafür, dass die Contilia Gruppe für die teils zu schließenden Krankenhausstandorte in Borbeck und Stoppenberg ein schlüssiges Konzept vorlege, in dem die medizinische Versorgung im Essener Norden und Nordwesten weiterentwickelt werde.

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