Kommentar

Gewalt im Fußball: Für Erfolgsmeldungen ist es zu früh

WAZ-Redakteur Marcus Schymiczek

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Essen.  Der BV Altenessen 06 hat nach dem Übergriff auf einen Schiedsrichter richtig gehandelt. Der Fall zeigt aber: Gegen Gewalt ist noch viel zu tun.

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Gewalt hat auf und neben dem Fußballplatz nichts zu suchen. Das ist eine Binsenweisheit, und doch geschieht es immer wieder. Diesmal an der Stankeitstraße, beim BV Altenessen 06. Gleich 13 Spieler und der Trainer wurden vom Sportgericht des Fußballkreises gesperrt. Das dürfte rekordverdächtig sein.

Der BV Altenessen hat die Mannschaft aus dem Verkehr gezogen

Nicht zum ersten Mal standen Aktive des BVA vor Gericht. Der Traditionsverein, der sich um die Integration verdient gemacht hat, hat diesmal alles richtig gemacht, indem er die Betroffenen aus dem Verkehr zog ohne sie gleich aus dem Verein zu werfen. Andernfalls hätte die Sportgerichtsbarkeit keine Handhabe mehr gegen die Täter gehabt. Und doch hat das Image des Kreisligisten gelitten.

Ob der syrisch-türkische Konflikt dazu beigetragen hat, dass eine strittige Entscheidung in Gewalt ausuferte, ist nicht erwiesen. Aber Sport ist immer auch ein Spiegel einer Gesellschaft. Das gilt auch für Auseinandersetzungen, die dort ausgetragen werden. Das Beispiel BV Altenessen zeigt: Für Erfolgsmeldungen, wie sie jüngst die Uni Duisburg-Essen verlauten ließ, ist es zu früh.

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