Bürgerwehren

Huttroper Jungs planen Versammlung in „ihrem“ Stadtteil

Wie die „Steeler Jungs“ werden auch die „Huttroper“ und „Borbecker“ Jungs vom Verfassungsschutz beobachtet.

Wie die „Steeler Jungs“ werden auch die „Huttroper“ und „Borbecker“ Jungs vom Verfassungsschutz beobachtet.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  Der Polizei liegt eine Anmeldung der bürgerwehrähnlichen Truppe „Huttroper Jungs“ vor, Ob die Versammlung stattfindet, sei aber noch offen.

Bislang wurden sie vorrangig als Verstärkung bei den „Spaziergängen“ der „Steeler Jungs“ gesichtet, jetzt planen die „Huttroper Jungs“ offenbar eine eigene Versammlung in „ihrem“ Stadtteil. Wie Polizeisprecher Peter Elke am Dienstag bestätigte, liege seiner Behörde eine entsprechende Anmeldung für Donnerstag vor. Doch klar sei noch gar nichts.

Die Gruppierung, die von den Behörden wie die „Steeler Jungs“ und „Borbecker Jungs“ als rechtsextreme Subkultur eingeschätzt wird, plane wohl einen „spiegelgleichen Aufzug“ zu ihrem Pendant im Nachbarsprengel. „Ob, wo und wie lange“, so Elke, „ist aber noch nicht kooperiert.“ Will sagen: Es hat noch kein Gespräch zwischen der Polizei und den Anmeldern gegeben, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

Wie viele Teilnehmer mobilisiert werden könnten, ist noch unklar

Als Versammlungsort hat die bürgerwehrgleiche Truppe wohl einen Ort an der Steeler Straße in den Blick genommen. Start soll nach den Vorstellungen der „Huttroper Jungs“ um 18 Uhr sein. Wie viele Teilnehmer mobilisiert werden könnten, ist nach Angaben der Polizei noch unklar.

Die braunen Bürgerwehren, die mit vermeintlich harmlosen Spaziergängen anschlussfähig werden wollen, haben zuletzt den NRW-Landtag beschäftigt. Das Innenministerium beobachtet die neuen „Mischszenen“ aus Neonazis, Hooligans und Wutbürgern mit Sorge. Auch der Verfassungsschutz hat ein Auge drauf. (j.m.)

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