Bahn-Verkehr

Immer mehr Züge werden in Zukunft nach Essen fahren

Der neue RRX – hier bei einer Testfahrt in Wegberg – rollt ab Ende 2018 auch nach Essen.

Der neue RRX – hier bei einer Testfahrt in Wegberg – rollt ab Ende 2018 auch nach Essen.

Foto: dpa / Roland Weihrauch

Essen.   Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bietet in Zukunft noch mehr Verbindungen nach Essen an. Ende nächsten Jahres werden viele Taktzeiten verkürzt.

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Der Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) will mehr Schwung in den Bahnverkehr in und um Essen bringen. Ein Projekt aus dem aktuellen Nahverkehrsplan ist vor wenigen Wochen mit dem Fahrplanwechsel umgesetzt und das Spät- und Nachtangebot für S-Bahnen und Regiozüge ausgebaut worden. Der neue Rhein-Ruhr-Express (RRX) ist die größte Verkehrsinitiative der nächsten Jahre.

Langfristig wird er zwischen Köln und Dortmund alle 15 Minuten verkehren. Im Dezember 2018 rollen die ersten Züge durch Essen. Ende 2019 steht nach dem neuen VRR-Nahverkehrsplan die nächste Umstrukturierung im S- und Regionalverkehr an.

Nachfrage auf der Strecke zwischen Duisburg und Essen gestiegen

Allein in den Regionalzügen RE1, RE11/RE2 und RE6 ist die Fahrgastnachfrage von 2010 bis 2014 auf den Strecken zwischen Duisburg und Essen um 32 Prozent und zwischen Essen und Dortmund um 24 Prozent gestiegen. Darauf reagiert nun der VRR. Ende nächsten Jahres wird auf der zentralen Ruhr-Achse Essen-Dortmund das Angebot der S1 auf 15 Minuten ausgeweitet.

Zwischen Essen und Dorsten ergibt sich mit der S9 und dem RE 14 ebenfalls ein 15 Minuten-Takt. Der RE3 zwischen Dortmund und Duisburg über Altenessen wird zehn Minuten beschleunigt, die RE49-Verbindung zwischen Essen und Wuppertal neun Minuten und die Verbindung Mettmann-Essen (S28/RE49) zwölf Minuten. Allerdings fährt dann die S3 zwischen Hattingen und Essen nur noch alle 30 Minuten.

Weitere Verbindungen zwischen Essen und Münster

Für die Strecke zwischen Gelsenkirchen und Duisburg soll ein neues Betriebskonzept entwickelt werden, um auch die Haltepunkte Zollverein-Nord, Bergeborbeck und Dellwig besser zu bedienen. Künftig übernimmt die neue Linie RB32 den Ast der S2 zwischen Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund.

Ab Dezember 2019 wird mit dem RE 49 eine durchgehende Verbindung von Wesel/Dinslaken nach Essen angeboten. Auch werden wegen der hohen Nachfrage auf dem Abschnitt Münster-Essen zwei RE42 und ein RE2 pro Stunde und Richtung fahren. Mehr Züge gibt es dann auch zwischen Hagen und Essen (RE16, RB40) und zwischen Essen und Bottrop (zwischen Essen und Dorsten wird der RE14 alle 30 Minuten verkehren.

Zehn Essener Stationen sind nicht barrierefrei

Eine große Herausforderung bleibt die angestrebte Barrierefreiheit. Von 26 Essener Haltepunkten haben zehn weder eine Rampe noch einen Aufzug. Dazu zählen Bergeborbeck, Borbeck-Süd, Dellwig, Dellwig-Ost, Frohnhausen, Hügel, Kray-Süd, Stadtwald, Essen-West, Kettwig-Stausee.

Dabei war Ende 2015 der Anteil der Schwerbehinderten an der Essener Bevölkerung mit 11,4 Prozent höher als im VRR-Schnitt (10,8 Prozent). Die größte Zielgruppe bilden aber nach wie vor die Pendler. Hier rangierte Essen unter den sechs größten Städten mit täglich über 238 000 Ein- und Auspendlern (Stand Ende 2014) auf Platz 2 hinter Düsseldorf.

>> DIE NEUEN RRX-ZÜGE

Die neuen RRX-Züge werden zuerst auf den heutigen RE-Strecken eingesetzt.

Abellio Rail NRW fährt RRX-Züge ab Dezember ‘18 auf der Linie RE11 (Ddf-Essen-Hamm), ab Juni 2020 auf der Linie RE 1 (Aachen-Essen-Hamm) und National Express ab Dezember ‘19 auf der Linie RE 6 (Köln/Bonn-Airport-Essen-Minden).

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