Trauer um Peter Hoffmann

Peter Hoffmann hat in Kettwig Spuren hinterlassen.

Peter Hoffmann hat in Kettwig Spuren hinterlassen.

Foto: WAZ

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Essen-Kettwig. Er war seit vielen Jahren krank. Jetzt wollte sein Herz nicht mehr. Am Dienstag starb Peter Hoffmann im Alter von 79 Jahren.

„Wenn er nicht gewesen wäre, gäbe es den Alten Bahnhof nicht.“ Das sagt Wolfgang Lettow. Er ist Vorsitzender IG Bahnhof. Das Bürgerzentrum an der Ruhrtalstraße war für Peter Hoffmann eine Herzenssache. Er hat viel Arbeit investiert, auch viel privates Geld - und letztendlich sicherlich auch einen Teil seiner Gesundheit.

Sein Engagement für Kettwig begann im Jahr 1996. Der gebürtige Berliner war in leitender Position bei der AEG, lebte mit seiner Frau Ingeborg in Kettwig. Beschaulich, ruhig, die Rente in Aussicht.

Die damalige KettIN-Vorsitzende Annegret Borgs gehörte damals zu einem Kreis von Menschen, die sich Sorgen um Kettwig machten. Leerstand bei den gewerblichen Immobilien, wenig Fortschritt in allen Bereichen. Peter Hoffmann ließ sich überreden, wurde Kettwig-Koordinator. Die Feier erfolgte auf Schloss Hugenpoet - Unternehmer Friedrich Arnhardt Scheidt spendete Beifall.

Peter Hoffmann war nie ein Frühstücksdirektor, er machte sich um Kettwig viele Gedanken, hatte Visionen und konkrete Pläne, die er hartnäckig verfolgte. Nicht immer war der Umgang mit ihm kompromissfrei - doch immer stand der Stadtteil ganz oben auf seiner Prioritätenliste.

Die Restaurierung des Bahnhofs an der Ruhrtalstraße gelingt. Am 27. Oktober 2000 wird die Baustelle offiziell eröffnet - im Frühjahr 2004 geht das Bürgerzentrum an den Start. Doch auch in der Zwischenzeit bleibt Peter Hoffmann rührig, ist der Bahnhof nicht seine einzige „Baustelle“. Er ruft die Musikalisch-kulinarische Meile ins Leben, ist Vorsitzender im Aufsichtsrat „Haus Abendfrieden GmbH“, initiiert die Stadtteilpartnerschaft Kettwigs mit Steele, gehörte ab 2001 dem geschäftsführenden Vorstand des Heimat- und Verkehrsvereins an.

Im November 2004 erhält er für sein Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande.

„Wenn er nicht so hartnäckig geblieben wäre, wäre vieles in Kettwig nicht passiert“, sagt Annegret Borgs. Er dachte immer unternehmerisch, liebte die klassische Musik - und blieb stets ein intelligenter, streitbarer Geist.

Im April wird der Alte Bahnhof Kettwig zehnjähriges Bestehen feiern. Peter Hoffmann wäre sicherlich gern dabeigewesen.

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