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Werdener Heimatverein pflegt Denkmal für berühmten Maler

Der Gedenkstein für den Heidhauser Historienmaler Theodor Mintrop liegt etwas versteckt hinter Grün an der Barkovenallee.

Der Gedenkstein für den Heidhauser Historienmaler Theodor Mintrop liegt etwas versteckt hinter Grün an der Barkovenallee.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen-Heidhausen.  Ein Gedenkstein erinnert an den Heidhauser Theodor Mintrop, der vor 150 Jahren starb. Er war ein berühmter Maler an der Kunstakademie Düsseldorf.

Vor 150 Jahren ist der Heidhauser Historienmaler Theodor Mintrop gestorben. Eine geplante Würdigung zu diesem Anlass durch den Werdener Bürger- und Heimatvereins sowie den Werdener Geschichts- und Kulturverein am Theodor-Mintrop-Denkmal hat es pandemiebedingt nicht gegeben.

„Viele wissen gar nicht, wer Theodor Mintrop war und, dass es sogar ein Denkmal für ihn gibt“, sagt Alfred Kleinfeldt vom Bürger- und Heimatverein. Es handelt sich um einen Gedenkstein, der zwischen der Barkovenallee und der Grünen Harfe liegt. Etwas versteckt, gibt Kleinfeldt zu, aber durchaus sehenswert „und sehr idyllisch“ gelegen. „Vor über 200 Jahren wurde Theodor Mintrop einen Steinwurf entfernt von diesem Denkmal geboren.“

Auf dem Gut seines Bruders in Heidhausen arbeitete er als Knecht

Theodor Mintrop wurde erst spät als Maltalent entdeckt. Er arbeitete auf dem Gut seines Bruders in Heidhausen als Knecht und zeichnete in seiner Freizeit. Mintrop bemalte die Zimmer des Gutshofs und die Scheunentore mit Figuren aus der Bibel und aus der Landwirtschaft.

Seine Kunst sprach sich herum. Der Düsseldorfer Maler Eduard Geselschap erfuhr davon und war so beeindruckt von Mintrops eigenwilligen Zeichnungen, dass er den Dreißigjährigen an die Düsseldorfer Kunstakademie holte. Nach dem Grundstudium durfte Mintrop die Meisterklasse besuchen, bekam ein eigenes Atelier und studierte bei dem Direktor der Akademie.

Theodor Mintrop ist Mitbegründer des Düsseldorfer Malkastens

Der als uneitel und gesellig geltende Mintrop wohnte zeitlebens mit seinem Freund Geselschap und dessen Frau in einem Haus an der Jägerhofstraße in Düsseldorf. Er war Mitbegründer des Malkastens, des ältesten deutschen Künstlervereins, wo sich noch heute viele Künstler und Kunstinteressierte treffen.

Nach Mintrop wurden ein Platz und eine Straße in Düsseldorf benannt. Kleinfeldt: „In Werden gibt es sogar ein Gemälde von ihm in der Basilika, es ist links neben dem Hochaltar.“

Clemens-Ruine und Denkmal werden regelmäßig gereinigt

Die Pflege der Gedenkstätte für den 1814 geborenen Historienmaler wird gemeinsam von Grün und Gruga sowie dem Heimatverein durchgeführt Auch in diesem Jahr war der Werdener Bürger- und Heimatverein trotz Corona-Krise dort aktiv. „Wir waren in Zweierteams unterwegs, damit der Abstand gewahrt blieb“, berichtet Kleinfeldt.

Sowohl die Ruine der St.-Clemens-Kapelle am Klemensborn wie auch das Denkmal des Malers Theodor Mintrop an der Barkhovenallee samt Umfeld wurden vor einigen Wochen von Unrat und Pflanzenwuchs gereinigt. Kleinfeldt: „Wir empfehlen auch diese etwas abseits gelegenen Orte für Spaziergänge.“ Wer mehr wissen wolle, werde an den jeweiligen Infotafeln umfassend informiert.

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