Kita-Streit im Eltingviertel

Kita-Streit: Stadt nennt Alternative zum Ostermannplatz

Eine Anwohnerinitiative kämpft um den Erhalt des Ostermannplatzes im Eltingviertel. Nun nennt die Stadt einen Alternativ-Standort für eine dringend benötigte Kita.

Eine Anwohnerinitiative kämpft um den Erhalt des Ostermannplatzes im Eltingviertel. Nun nennt die Stadt einen Alternativ-Standort für eine dringend benötigte Kita.

Foto: Stefan Arend

Essen.   Die Stadt hat einen Standort für eine Kindertagesstätte im Nordviertel als Alternative zum Ostermannplatz gefunden — an der Altenbergstraße.

Bei der Suche nach einer geeigneten Fläche für den Bau einer Kindertagesstätte im Nordviertel – als Alternative zum Ostermannplatz – ist die Stadt nun doch fündig geworden. Eine Kita könnte an der Altenbergstraße entstehen. Diesen Vorschlag will die Verwaltung nun in die politischen Gremien des Stadtrates einbringen, wo dann darüber beraten wird. Der umstrittene Plan des Wohnungsbauunternehmens Vonovia für den Bau einer Kita auf dem Ostermannplatz im Eltingviertel ist damit aber noch nicht vom Tisch.

Seit mehr als einem Jahr ringt Vonovia um eine Baugenehmigung für eine Kita auf dem Ostermannplatz; das dafür ausgeguckte Grundstück gehört dem Unternehmen. Zuletzt hatten sich CDU und SPD im Rat der Stadt aufgeschlossen gegenüber dem Wunsch des Wohnungsunternehmens gezeigt. Ein gemeinsamer Antrag, wonach die Verwaltung das Vorhaben vorantreiben soll, sofern die rechtlichen Bedingungen dafür erfüllt sind, kam jedoch nicht zur Abstimmung, da die Stadt angekündigt hatte, mögliche Alternativen vorzustellen.

Neben der Altenbergstraße käme laut Verwaltung auch die Blücherstraße für eine Kita in Frage

Um dem Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen im Nordviertel sowie in Altenessen-Süd zu begegnen, hat die Verwaltung nach eigenen Angaben insgesamt neun Standorte geprüft. Als Alternative zum Ostermannplatz favorisiert die Verwaltung eine Fläche an der Altenbergstraße. Es dürfte sich dort um den ehemaligen Sportplatz handeln, der während der Flüchtlingskrise als Standort für ein Zeltdorf genutzt worden war.

Neben der Altenbergstraße wäre aus Sicht der Verwaltung auch eine Fläche an der Blücherstraße geeignet. Wegen des Baumbestandes dort sei allerdings eine „klimatische Prüfung“ erforderlich, heißt es in einer Stellungnahme. Beide Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt.

Die Fläche auf dem Ostermannplatz gehört hingegen Vonovia. Das Unternehmen will dort eine Kita für vier Gruppen bauen. Das Vorhaben widerspricht jedoch den Festsetzungen des Bebauungsplanes, worin die Fläche als „Private Grünfläche/Kinderspielplatz“ festgesetzt ist. Darüber hinaus stünden dem Bau einer Kita „nach derzeitiger Erkenntnis“ öffentlich-rechtliche Vorschriften und Belange entgegen.

Vonovia hält an seinen Plänen für eine Kita auf dem Ostermannplatz fest

Unter anderem befinden sich auf dem Ostermannplatz ein Kinderspielplatz und ein Bolzplatz. Beide müssten zurückgebaut werden, die Kündigung durch die Vonovia ist bereits erfolgt. Für eine Kita müsste zudem alter Baumbestand entfernt werden. Um abschließend über den Bauantrag entscheiden zu können, müsse ein Fachgutachten vorgelegt werden, das die rechtlichen Zweifel ausräumt.

Auf Seiten von Vonovia zeigt man sich überrascht. Dort weiß man nichts von einem erforderlichen Fachgutachten. An den Plänen für den Bau einer Kita auf dem Ostermannplatz halte man fest, so eine Sprecherin.

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