Lebertransplantationen

Lebertransplantationen: Ermittlungen gegen weitere Ärzte

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei weitere Ärzte am Uniklinikum Essen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei weitere Ärzte am Uniklinikum Essen.

Foto: dpa

Essen.  Die Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall der mutmaßlich nicht notwendigen Lebertransplantationen an der Uniklinik Essen gegen zwei weitere Ärzte.

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Wie jetzt bekannt wurde, ermittelt die Essener Staatsanwaltschaft im Fall der mutmaßlich nicht notwendigen Lebertransplantationen inzwischen gegen zwei weitere Mediziner.

Anfang September war ein Haftbefehl gegen den Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie erlassen worden. Gegen ihn wurde wegen Totschlags in einem Fall, gefährlicher Körperverletzung in fünf Fällen und wegen Verstößen gegen das Transplantationsgesetz ermittelt. Nach Ansicht der Ermittler hatte der Arzt zwischen 2012 und 2015 Operationen durchgeführt, die „medizinisch nicht indiziert“ gewesen seien. „Eine dieser Transplantationen soll zum Tode des Patienten geführt haben“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Einer der beiden Mediziner arbeitet nicht am Uniklinikum

Der betroffene Mediziner wurde am 13. September gegen Zahlung einer hohen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen. In der Zwischenzeit sollen die Ermittler weitere Dokumente beim Uniklinikum abgeholt und die Ermittlungen ausgeweitet haben.

Bei den beiden jetzt Beschuldigten gehe es allerdings nicht um Totschlag, sondern lediglich um den Verdacht der gefährlichen Körperverletzung, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Er bestätigte überdies, dass einer der beiden Mediziner inzwischen nicht mehr am Uniklinikum arbeite.

Den Hinweis auf weitere Verdächtige hatte die Staatsanwaltschaft bereits in der ersten Mitteilung gegeben: Es hieß, der beschuldigte Arzt habe die fraglichen Eingriffe teils selbst durchgeführt, teils zugelassen, „dass andere Ärzte solche Transplantationen durchführen“. (wan)

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