Lebensgefahr

Mann stoppt S-Bahn: Seine Frau war noch nicht eingetroffen

Nach einem lebensgefährlichen Vorfall am Bahnhof Essen-West ermittelt die Bundespolizei.

Nach einem lebensgefährlichen Vorfall am Bahnhof Essen-West ermittelt die Bundespolizei.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Essen.  Nach einem Zwischenfall in Essen ermittelt die Bundespolizei: 34-Jähriger stellte sich auf Gleise und hinderte Lokführer an der Weiterfahrt.

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Es gibt sie doch nicht nur in Helden-Epen: Unerschrockene Männer, die sich für ihre Angebetete in Lebensgefahr begeben. Gegen einen lebensechten Ritter ohne Furcht, aber dafür mit einigem Tadel, ermittelt jetzt die Bundespolizei. Der 34-Jährige hat sich am Donnerstag im Bahnhof Essen-West auf die Gleise gestellt. Er wollte die S-Bahn an der Abfahrt hindern, weil seine Frau noch nicht eingetroffen war.

Behördensprecher Achim Berkenkötter berichtete am Freitag über „den dreisten und vor allem lebensgefährlichen Vorfall“: Die S-Bahn stand am frühen Nachmittag abfahrbereit am Bahnsteig, als der Mann vom Lokführer verlangte, mit der Weiterfahrt des Zuges zu warten, da seine Ehefrau noch nicht vor Ort war.

Beim nächsten Halt wurde der 34-Jährige festgenommen

Als dieser dem Anliegen jedoch nicht nachkam, kletterte der 34-jährige Dortmunder kurzerhand vom Bahnsteig in die Gleise und stellte sich vor den Zug, um so die Abfahrt zu verhindern. Erst als die Ehefrau des Mannes vor Ort war, verließ er den lebensgefährlichen Bereich und setzte gemeinsam mit ihr seine Fahrt fort. Daraufhin wurde die Bundespolizei alarmiert.

Schon beim nächsten Halt der S-Bahn konnten Einsatzkräfte den 34-Jährigen stellen. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Störung öffentlicher Betriebe eingeleitet. In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut darauf hin, dass es lebensgefährlich ist, sich in Bahnbetriebsgleise zu begeben oder darin aufzuhalten.

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