Wohnungsmarkt

Mietbörse: Großvermieter bieten freie Wohnungen in Essen an

Wohnungsbörse am Willy-Brandt-Platz.

Wohnungsbörse am Willy-Brandt-Platz.

Foto: Socrates Tassos

Essen.  Wohnungen sind knapp in Essen, aber vielleicht haben Suchende am Samstag Glück. Dann findet auf dem Willy-Brandt-Platz eine Wohnungsbörse statt.

Wer eine Wohnung in Essen sucht, kann sich am Samstag, 25. Mai, auf der Wohnungsbörse auf dem Willy-Brandt-Platz umschauen. Dort präsentieren acht große Wohnungsunternehmen ihre aktuellen Angebote. Sie verfügen mit rund 80.000 Wohnungen über ein Viertel des gesamten Essener Wohnungsbestands. Allerdings waren die Mietofferten, die sie auf die Börse mitbrachten, auch schon mal üppiger. „Es gibt eben nicht mehr so viele freie Wohnungen wie in den Jahren zuvor. Das Angebot ist knapper geworden“, bestätigt Frank Skrube von der Interessengemeinschaft Wohnungsbörse und gleichzeitig Sprecher der Wohnbau Essen e.G. Dennoch, so wirbt er, gebe es noch gute Chancen, auf der Börse fündig zu werden.

Wie viele Wohnungen die acht Unternehmen zur Börse insgesamt mitbringen werden, kann Skrube nicht beziffern. Auf ihrer Internetseite verweist die Wohnungsbörse auf das Immobilienportal Immobilienscout24. Dort haben derzeit einige der teilnehmenden Großvermieter 37 Wohnungen inseriert. Das sei sicher nur ein kleiner Teil dessen, was diese derzeit an freien Wohnungen hätten. Auch würden längst nicht alle acht Vermieter mit dem Portal zusammenarbeiten. Aber die über 500 Wohnungsangebote, mit denen die Börse zum Beispiel noch vor acht Jahren warb, seien es diesmal sicher nicht mehr. Skrubes Arbeitgeber, die Wohnbau e.G., beispielsweise werde zehn Exposés mitbringen und weitere Projekte vorstellen.

Leerstandsquote beim Allbau konstant niedrig

Bei Essens größtem Vermieter, dem städtischen Allbau, stehen derzeit gerade einmal 1,4 Prozent der rund 18.000 Wohnungen leer. Da sich die Quote im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht verändert hat, werde der Allbau also ähnlich viele Wohnungsangebote auf der Börse präsentieren, sagte ein Sprecher. Vor allem Zwei- und Dreiraumwohnungen verteilt über viele Stadtteile seien darunter. Wenig zu bieten hat der Allbau dagegen derzeit bei Kleinstwohnungen und Wohnungen mit mehr als vier Zimmern. Als Neubauprojekt stellt das städtische Unternehmen auf der Wohnungsbörse die öffentlich geförderten Wohnungen in der Wildstraße in Vogelheim vor, die voraussichtlich ab Dezember 2019 bezogen werden können. Zudem zeigt der Allbau die Pläne für 15 Eigentumswohnungen „Am Wieselbach“ (ParkSide) in Kupferdreh. Und auch der Neubau von 14 Doppelhaushälften am Katernberger Bach (Termeerhöfe) werde erstmals angekündigt, heißt es.

Einen Großteil der Wohnungsangebote dürfte in diesem Jahr Vivawest beisteuern. Das Unternehmen wird auf der Wohnungsbörse die Vermarktung der neuen Wohnungen an der Hachestraße/Henriettenstraße in der Essener Innenstadt starten. Dort entstehen gerade 109 barrierearme Wohnungen, die Vivawest nach eigenen Angaben ab November dieses Jahres in die Vermietung nimmt. Die 2,5- bis 5,5-Raum-Wohnungen variieren zwischen 56 und 154 Quadratmetern Fläche und sollen sowohl Singles als auch Paare aller Altersgruppen sowie Familien ansprechen. Die Kaltmiete beträgt durchschnittlich zehn Euro pro Quadratmeter, kann je nach Geschosslage aber variieren. Darüber hinaus sei Vivawest mit einem breiten Wohnungsbestand vertreten. Das Angebot beginne bei zirka sechs bis zirka elf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter und verteile sich nahezu über das gesamte Stadtgebiet, teilte ein Unternehmenssprecher mit.

Polizei und Stadt sind auch auf der Wohnungsbörse

Traditionell ist neben den Wohnungsunternehmen und der Sparkasse auch die Stadtverwaltung auf der Börse vertreten. Das städtische Einwohneramt informiert unter anderem darüber, wer einen Anspruch auf eine Sozialwohnung in Essen hat und wie man Mieter einer solchen werden kann. Das Seniorenreferat gibt zudem Tipps zum Wohnen im Alter. Schließlich ist auch die Polizei mit ihrer Präventionsabteilung vor Ort. Sie gibt Hinweise zum Schutz vor Einbrüchen.

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