Bildung

Mit einem Krupp-Stipendium von der Schulbank nach Laos

Sind gerade aus Laos zurückgekehrt: die Schüler-Stipendiatinnen Susanna Born (re.) vom Essener Don-Bosco-Gymnasium und Isabell Tischmann vom Gymnasium Stoppenberg. Foto: Kerstin Kokoska WAZ/FotoPool

Foto: Essen

Sind gerade aus Laos zurückgekehrt: die Schüler-Stipendiatinnen Susanna Born (re.) vom Essener Don-Bosco-Gymnasium und Isabell Tischmann vom Gymnasium Stoppenberg. Foto: Kerstin Kokoska WAZ/FotoPool Foto: Essen

Essen.  Mit einem Krupp-Stipendium von der Schulbank in die große, weite Welt. Für Susanna Born vom Essener Don-Bosco-Gymnasium und Isabell Tischmann vom Gymnasium Stoppenberg ist dies wahr geworden. Sie waren in Laos und haben dort in einer Bank gearbeitet, die Kleinkredite an die arme Landbevölkerung vergibt.

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Laos, Vietnam, Philippinen – aber auch Österreich, Belgien und Frankreich – das waren nur einige der Praktikums-Orte, die die Schüler-Stipendiaten der Alfried-Krupp-Stiftung im Rahmen ihrer vierwöchigen Auslandspraktika besuchen durften. Jetzt kehrten die 50 Stipendiaten zurück nach Hause und wurden von der Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Ursula Gather, in der Villa Hügel empfangen.

Organisiert wird das StipendienProgramm, das es bereits seit 17 Jahren gibt, von der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG). Die Stipendiaten sollen durch das Betriebspraktikum die Möglichkeit erhalten, erste Einblicke in das Berufsleben zu gewinnen und eine ihnen bisher fremde Kultur kennenzulernen. Bei der Vergabe der Stipendien spielten die Schulnoten keine Rolle, betonte Hubert Voß, Mitglied der Jury, die die Kandidaten auswählt. „Wir suchen hier nicht den klassischen Einser-Schüler.“ Die Stipendiaten sollten auch aus allen gesellschaftlichen Schichten kommen. Wichtiger als ihre Schulnoten sei ihre Bereitschaft, sich auf einen Auslandsaufenthalt einzulassen, so Voß. Die Firmen, in denen die Schüler arbeiteten, wurden diesen zugewiesen. „Das hat mit Hereinschnuppern in einen Betrieb nichts zu tun. Da geht’s ‘anne Schüppe’, wie man hier im Pott sagt“, sagte Josef Bodzinski von der EWG.

Bewerbung für ein Duales Studium

Die Rückmeldung der Stipendiaten ist durchweg positiv. Isabell Tischmann (17) und Susanna Born (18) haben ihr Auslandspraktikum in Laos absolviert – und sind beide begeistert: „Das war eine einmalige Erfahrung für uns. Einfach unbeschreiblich!“ Die Schülerinnen haben in einer Bank mitgearbeitet, die Mikrokredite an die arme Landbevölkerung vergibt. „Eine ganz andere Kultur kennenzulernen, das werden wir nicht vergessen.“

Ebenfalls in Asien gelandet ist die 17-jährige Melissa Soltani, die das Maria-Wächtler-Gymnasium besucht. Auch sie ist begeistert von ihrem Praktikum in Vietnam. „Ich erhoffe mir natürlich auch Vorteile für mein späteres Berufsleben.“ Mit dieser Referenz will sie sich nun für ein Duales Studium bei Siemens bewerben.

Ursula Gather, Vorsitzende der Krupp-Stiftung: „Unser Stipendium bietet ganz normalen Schülern die Möglichkeit, eine besondere Förderung zu erfahren. Dafür existieren keine öffentlichen Mittel.“ Erfreulich: Fast alle ehemaligen Stipendiaten der Krupp-Stiftung haben ihre Ausbildung inzwischen erfolgreich abgeschlossen und sind nun fest angestellt.

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