Inklusion

Der Film „Inklusive Essen“ feiert Premiere auf Zeche Carl

Simone Bury und Bernd Alles freuen sich auf die Filmpremiere am kommenden Samstag.

Simone Bury und Bernd Alles freuen sich auf die Filmpremiere am kommenden Samstag.

Foto: Essen

Altenessen. „  „Film ab“ heißt es am Samstag in der Zeche Carl. Gezeigt wird das Werk „Inklusive Essen“ der Altenessenerin Simone Bury. Ein nicht alltäglicher Film.

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Inklusive Essen“ – der Titel ist mehrdeutig. Zum einen kann die Stadt gemeint sein. Zum anderen kann es genauso gut der Vorgang der Nahrungsaufnahme sein. Im Fall des Filmprojekts, das am Samstag, 30. April, um 15 Uhr in der Zeche Carl Premiere feiert (Eintritt frei!), trifft beides zu.

An einem festlich gedeckten Tisch in der Zeche Carl sitzen etwa 30 Menschen, genießen ein veganes Vier-Gänge-Menü. Einige kennen sich untereinander, andere nicht. Von der Suppe, über den Salat, den Hauptgang zum Dessert löst sich innerhalb von vier Stunden die anfänglich etwas zurückhaltende Stimmung, und die Menschen tauschen sich rege aus. Mittendrin eine junge Frau, die mit einer Hand-Kamera alles filmt. Die Frau ist Simone Bury, 28 Jahre alt, aus Altenessen. Die Theaterpädagogin, die gerade an ihrer Master-Arbeit in Psychologie sitzt, leitet dieses Projekt. Kontakt zur Zeche Carl bekam Simone Bury beim „Kurz-Stummfilm-Festival“.

„Als das Inklusionsprojekt „Inklucity“ bei uns als einem der größten soziokulturellen Zentren in NRW nachfragte, ob wir uns mit einem Beitrag beteiligen wollen, kamen wir auf Simone“, erzählt Bernd Alles, der auf der Zeche Carl Projekte betreut. Das war vor gut einem Jahr. Der Kontakt war hergestellt, nun galt es, eine Konzept zu entwickeln. „Ich wollte einen Episodenfilm machen, der die Vielfalt der Menschen zeigt“, sagt Simone Bury. Der 25-minütige Film ist in drei Episoden unterteilt. Im ersten Teil werden die Darsteller in ihrem Alltag gezeigt. Teil zwei zeigt sie auf dem Weg in die Zeche Carl, in die sie über einen roten Teppich schreiten. Teil drei widmet sich dem Essen und der Szenerie in der Zeche Carl. Die Darsteller, behinderte und nicht-behinderte Menschen aus Altenessen, fand Simone Bury im direkten persönlichen Umfeld, aber auch mal „über drei Ecken“. Die Atmosphäre beim Essen in der Zeche Carl sei – so Simone Bury – zunächst etwas zurückhaltend gewesen. „Doch mit der Zeit wurde es immer lockerer. Beim Dessert war ich mit der Kamera schon fast auf dem Teller“, erinnert sich die 28-Jährige und muss schmunzeln.

Das Abschlussbild von „Inklusive Essen“ zeigt die leere Tafel. Für Simone Bury war mit der eigentlichen Fertigstellung des 25-minütigen Werks die Arbeit aber noch nicht beendet. „Ich wollte den Film für alle erlebbar machen“, sagt die 28-Jährige, die auch die Gerbärdensprache beherrscht. Also fügte sie Untertitel, kurze, sprachliche Hinweise sowie Zusammenfassungen in Gerbärdensprache hinzu.

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