Immobilie

„Bullenkloster“ in Altenessen ist noch nicht verkauft

Das ehemalige Lehrlingsheim an der Seumannstraße ist und bleibt ein beeindruckendes Bauwerk. Nicht umsonst steht es teilweise unter Denkmalschutz. Über die weitere Nutzung verhandelt die Stadt mit einem Projektentwickler. Fotos:Mauer

Das ehemalige Lehrlingsheim an der Seumannstraße ist und bleibt ein beeindruckendes Bauwerk. Nicht umsonst steht es teilweise unter Denkmalschutz. Über die weitere Nutzung verhandelt die Stadt mit einem Projektentwickler. Fotos:Mauer

Essen-Altenessen-Süd.   Stadt verhandelt weiterhin mit dem potenziellen Erwerber. Dieser plant hier Mehrfamilienhäuser. Geschütztes Denkmal bleibt erhalten.

„Seit unzähligen Jahren ist der Verkauf dieses Objekts angedacht,wir schließen dieses Kapitel nun endlich ab und erhoffen uns eine attraktive Entwicklung des Geländes nach Abriss der dahinter liegenden Fahrzeughallen.“ So positiv gestimmt kommentierte Thomas Spilker, baupolitischer Sprecher der FDP, vor gut einem Jahr den geplanten Verkauf des ehemaligen Ledigenheims an der Seumannstraße 15 in Altenessen. Der Rat beschloss dann auch Ende September den Verkauf der Immobilie an einen Projektentwickler.

Doch von einem Abschluss des Kapitels kann bis heute – noch – nicht die Rede sein. Denn die Stadt verhandelt noch immer mit dem Investor.

Grundstück ist 1,1 Hektar groß

Das ehemalige Wohnheim ist als „Bullenkloster“ bekannt, als „Schrottimmobilie“ hat es gleichwohl schon seit langem einen schlechten Klang. Das mächtige Gebäude auf dem 11 500 Quadratmeter großen Grundstück war über lange Jahre einfach nicht zu vermarkten.

Einen neuen Anlauf, Leben in das Haus zu bekommen, unternahm vor zwei Jahren ein Verein namens „Plan W“, der sich hier ein generationenübergreifendes Wohnen vorstellen konnte. Doch zur Enttäuschung der Mitglieder, die für „eine lebendige Mischung von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Lebenshintergrünen“ warben, bekam nicht der Verein, sondern ein deutschlandweit tätiger Immobilienentwickler den Zuschlag, hier Wohnungen bauen zu dürfen, unter der Voraussetzung, dass die unter Denkmalschutz stehenden Fassade und Dachstuhl des erhalten bleiben..

Inzwischen steht das gesamte Gebäude leer. Auch die Hallen hinter dem Hauptgebäude hat die Feuerwehr Altenessen geräumt und ist in die neue Feuerwache an der Eisernen Hand umgezogen.

Name wird nicht genannt

Doch bis heute haben Stadt und Entwickler noch keinen kein Kaufvertrag abgeschlossen. Offenbar stehen Stadt und Investor nach den Sommerferien noch vor zähen Verhandlungen über zahlreiche Details. Stadtsprecherin Jasmin Trilling bestätigt allerdings lediglich, dass das Lehrlingsheim nach wie vor im städtischen Eigentum steht: „Die Stadt ist gerade in der Vermarktung. Es gibt schon Verkaufsverhandlungen, aber um das Projekt nicht zu gefährden, können wir nicht sagen, mit wem.“

Falls am Ende der Gespräche wieder kein Verkauf steht, bleibt das „Bullenkloster“ der Stadt als Klotz am Bein erhalten.

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