Lärmschutz

Lückenschluss an Karnaper Brücke erfolgt frühestens Ende ‘19

An der Brücke über die Karnaper Straße fehlt noch die Lärmschutzwand.

An der Brücke über die Karnaper Straße fehlt noch die Lärmschutzwand.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Karnap.  Schallschutz ist in Karnap trotz der Schallschutzwände weiter ein Thema. Der Lückenschluss an der Karnaper Brücke lässt weiter auf sich warten.

Wenn Züge über die Eisenbahnbrücke über die Karnaper Straße fahren, dringt Lärm in den Stadtteil. Die Karnaper wünschen sich Abhilfe. Darauf müssen sie erst einmal weiter warten, wie in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) erklärt wurde.

„Die Brücke strahlt unheimlich Lärm ab“

In einer vorherigen Sitzung hatte Karl-Friedrich Rothkopf, früherer Geschäftsführer des Bürgervereins und Mitglieder der Aktionsgruppe „Bahnlärm“, die Situation rund um die Karnaper Brücke noch einmal ins Gespräch gebracht. Die Lücke in der Lärmschutzwand sei – trotz Zusage der Bahn – bisher nicht geschlossen worden. „Die Brücke strahlt unheimlich Lärm ab. Je nachdem, aus welcher Richtung der Wind kommt, ist er bis zur Timpestraße zu hören“, sagt Rothkopf.

Tiefgründungsarbeiten und Torsionsbalken

Die Bezirksvertretung bat die DB Netz AG um eine Stellungnahme, die zur jüngsten Sitzung vorlag. Leider sei bei den Tiefgründungsarbeiten für den geplanten Torsionsbalken über die Karnaper Straße zu unvorhersehbaren Schwierigkeiten im Baugrund gekommen. Die ursprünglich geplanten Gründungen konnten nicht hergestellt werden, ist in dem Antwortschreiben der DB Netz AG zu lesen.

Ingenieure suchen nach einer Lösung

Die Tiefgründung beschreibt ein Bauverfahren, um die Last des Bauwerks nicht direkt unterhalb des Bauwerks in den Untergrund zu leiten, sondern über zusätzliche senkrechte Elemente tiefer in die Erde abzuleiten und dort abzutragen. Eine Tiefgründung wird dann erforderlich, wenn die oberflächennahen Schichten nicht tragfähig genug sind (Wikipedia). „Zurzeit arbeitet das mit dem Bau der Lärmschutzwand beauftragte Bauunternehmen und dessen Ausführungsplaner, der geotechnische Gutachter, die Prüfingenieure an einer möglichen Lösung“, heißt es von der DB Netz AG.

Stadt, Ruhrbahn und Bahn müssen Arbeiten abstimmen

Wenn diese gefunden sei, müssten die Stadt Essen, die Ruhrbahn (wegen der Oberleitungen für die U11) und die DB Netz AG den zeitlichen Ablauf der Arbeiten abstimmen. Die Stellungnahme endet wie folgt: Die Ausführung der Leistungen ist nach jetzigem Stand frühestens für das 4. Quartal 2019 geplant. Die Lücke in der Lärmschutzwand hätten die Karnaper lieber heute als morgen geschlossen. Karl-Friedrich Rothkopf erinnert sich aber noch an eine andere Maßnahme, die mal im Gespräch war. „Die Bahn überlegte, die bestehende Lärmschutzwand zu erhöhen, aber da hat sich auch nichts getan.“ Die Wand habe nämlich zwar zu einer Verbesserung geführt, „aber ideal ist das noch nicht“.

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