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NordLB-Rettung kostet Sparkasse Essen drei Millionen Euro

Die Hauptfiliale der Sparkasse Essen  in der Innenstadt.

Die Hauptfiliale der Sparkasse Essen in der Innenstadt.

Foto: Kerstin Kokoska

Essen.   Die angeschlagene Landesbank NordLB muss mit 3,5 Milliarden Euro gestützt werden. Dafür müssen alle Sparkassen herhalten, auch Essen.

Die Rettung der angeschlagenen Landesbank NordLB wird die Sparkasse Essen rund drei Millionen Euro kosten. „Das ist der Betrag, von dem wir bislang ausgehen“, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Wann die Summe für die Sparkasse Essen bilanzwirksam wird, stehe indes noch nicht fest. Zum Vergleich: Die Summe für die NordLB-Stützung entspricht in etwa dem Betrag, den die Sparkasse Essen zuletzt jährlich an die Stadtkasse überwiesen hat.

Die Sparkasse wird die Millionen für die NordLB zwar schultern können, dennoch schlägt der Betrag in Zeiten sinkender Zins- und Provisionserträge empfindlicher ins Kontor. Im Jahr 2018 verdiente das Essener Geldinstitut unterm Strich 11,5 Millionen Euro – und somit eine halbe Million Euro weniger als im Jahr zuvor.

Alle Sparkassen werden in die Pflicht genommen

Wegen fauler Schiffskredite und einer dünnen Kapitaldecke benötigt die NordLB eine Finanzspritze von rund 3,5 Milliarden Euro. Eine Auffanglösung sieht vor, dass die an der Landesbank beteiligten Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt knapp 2,4 Milliarden Euro aufbringen, Sparkassen und andere Landesbanken über den bundesweiten Sparkassenfonds zusammen rund 1,1 Milliarden Euro.

Damit müssen die Essener einmal mehr für die Misere bei den Landesbanken bluten. Die gescheiterte Rettung der WestLB sowie Abschreibungen auf Anteile der Berliner Landesbank kosteten die Essener in der Vergangenheit bereits hohe Millionenbeträge.

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