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Philharmonischer Ball in Essen feiert Comeback

Der Philharmonische Ball in Essen im Jahr 2006. Nächstes Jahr soll es nach Jahren der Pause eine Wiederauflage geben.

Der Philharmonische Ball in Essen im Jahr 2006. Nächstes Jahr soll es nach Jahren der Pause eine Wiederauflage geben.

Foto: Kerstin Kokoska / WAZ Essen

Essen.  Essen ist um ein Kulturhighlight reicher: Der Philharmonische Ball findet erstmalig wieder statt - mit einer großen musikalischen Bandbreite.

Lange ist es her, dass sich die Philharmonie zum letzten Mal in einen glamourösen Ballsaal verwandelt hat - nun aber feiert der Philharmonische Ball sein Comeback. Unter Schirmherrschaft von Bürgermeister Thomas Kufen findet der Ball am 1. Februar 2020 zum ersten Mal seit neun Jahren wieder statt. Viele Karten sind bereits verkauft.

„Der Ball war immer zu teuer, um ihn richtig auf die Beine zu stellen, aber wir haben ihn nie aus den Gedanken verloren“, sagt Hein Mulders, Intendant der Philharmonie. 2005 bis 2011 gehörte das Event zu den Kulturhighlights der Stadt. Nachdem der Ball jedoch am Ende defizitär geworden war, wurde er eingestellt und machte Essen um ein wichtiges Kulturevent ärmer.

Finanzierung ist gesichert

Das soll diesmal anders laufen. „Der Ball ist finanziert und kann keine Defizitveranstaltung werden“, macht Marie Babette Nierenz, künstlerische Leiterin der Philharmonie, klar. Dank der Hauptsponsoren, dem Wohnungsanbieter Allbau GmbH und dem Maßschneider Cove, und zehn weiteren Förderern, ist die Finanzierung gesichert. Der Erlös des Balles geht indes an das musikalische Förderprojekt „Musik kommt um die Ecke“ für Kindertagesstätten in überwiegend sozial benachteiligten Stadtteilen.

Gefeiert wird am 1. Februar nicht nur im Alfried-Krupp-Saal, dessen Parkett auf die Höhe des Foyers hochgefahren wird, sondern in der gesamten Philharmonie. „Sie werden das Haus nicht wiedererkennen“, verspricht Nierenz. Der RWE-Pavillon wird sich zum Beispiel mit Discokugeln und bunten Stoffen in einen Club verwandeln. Dort legen die Top-DJs Phil Fuldner und Mousse T., unterstützt von Pop- und Soulsängerin Emma Lanford, auf.

Vielfalt an Musik- und Tanzstilen

Insgesamt dürfen sich Besucher also nicht nur auf eine Art klassischen Wiener Opernball freuen, sondern auf eine Vielfalt von Musik- und Tanzstilen: „Der Ball ist auch was für Leute, die keinen Walzer tanzen können“, so Nierenz. Eingestimmt werden die Ballgäste von Wolfgang Kläsener an der Kuhn-Orgel, anschließend eröffnen die Essener Philharmoniker unter der Leitung von Johannes Witt den Ball offiziell.

Außerdem werden zwei hochkarätige Orchester aus Wien einreisen: Das Große Wiener Ballorchester unter Leitung von Helmut Steubl und die Bigband von Wolfgang Steubel führen durch den Abend. Im Festsaal spielt derweil für alle, die etwas musikalische Abwechslung wollen, die Swing-Band „Hot Sugar Band“ aus Paris gemeinsam mit der Sängerin Nicole Rochelle.

Zusätzlich gibt es im Laufe des Abends immer wieder Show-Acts. Das Aalto-Ballett Essen wird performen, außerdem tritt die achtköpfige Formation des TSC Schwarz-Gold Göttingen mit einer Standardtanz-Performance auf, während die mehrfachen Welt- und Europameister Kathrin Menziger und Vadi Garbuzov Lateintänze aufs Parkett legen werden.

Bereits 1000 Karten verkauft

Sollte der Ball ein Erfolg werden, planen die Veranstalter bereits eine nächste Runde. „Wir möchten den Ball gerne alle drei Jahre veranstalten“, sagt Nierenz. Im Moment sieht es gut aus: 1500 Gäste wurden eingeplant, 1000 Karten wurden bereits verkauft.

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