Aldi Nord

Platzprobleme bei Aldi Nord: Discounter muss Büros anmieten

Das Verwaltungsgebäude von Aldi Nord an der Eckenbergstraße 10 in Essen - Kray.

Das Verwaltungsgebäude von Aldi Nord an der Eckenbergstraße 10 in Essen - Kray.

Foto: Ulrich von Born

Essen.   Die Zahl der Mitarbeiter bei Aldi Nord wächst schneller als der neue Campus. Deshalb hat der Discounter bald drei Standorte in der Stadt.

Aldi Nord wird bis zur Eröffnung des neuen Campus in Kray seine Zentrale auf drei Standorte in der Stadt verteilen. Derzeit sitzt Aldi mit der Konzernverwaltung an der Eckenbergstraße in Kray und hat außerdem Büros im Ruhrturm an der Ruhrallee angemietet. Demnächst kommt ein weiterer Standort dazu: Aldi Nord hat an der Ruhrallee 307-309 Büroflächen angemietet und das in großem Umfang: Der Handelskonzern wird sich dort auf 11.500 Quadratmeter ausbreiten. In dem Gebäude war bis Anfang 2016 der Erdgas-Netzbetreibers Open Grid Europe untergebracht. Seitdem steht die Immobilie in dem Büropark im Essener Süden leer.

Warum braucht Aldi Nord so viel neue Fläche, wo doch bis Ende 2020 eigentlich der neue Campus in Kray fertig sein soll? Auf Nachfrage erklärte eine Sprecherin, dass der Neubau im Zeitplan liege. Der Abriss des ehemaligen Lagers sei abgeschlossen, in diesem Jahr werde mit dem Bau begonnen. Der „Flächenzuwachs“ sei auf den Modernisierungskurs und das starke Wachstum des Unternehmens zurückzuführen, heißt es. „Deshalb sehen wir uns bereits jetzt vor die Notwendigkeit zusätzlicher Büroräume gestellt“, so die Sprecherin. Die Räume würden in Kürze bezogen.

Campus zunächst für 800 Mitarbeiter gedacht

Perspektivisch, wenn der Campus fertig ist, werden alle Mitarbeiter dort arbeiten und die Standorte an der Ruhrallee aufgegeben. Derzeit sind in der Aldi-Nord-Zentrale 600 Mitarbeiter tätig. Vor zwei Jahren hatte das Unternehmen noch von 400 Beschäftigten gesprochen.

Der neue Campus ist für mindestens 800 Arbeitsplätze ausgelegt und könnte künftig sogar noch deutlich erweitert worden. In der Vergangenheit hatte der Essener Discount-Riese eine dreistellige Millionensumme als Investitionshöhe genannt.

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