Gourmetmeile

„Rü Genuss pur“: Vegane Gerichte besonders beliebt

Ein Blick von oben auf die Zeltstadt von „Rü Genuss pur“. Mittendrin die große Bühne für das Musikprogramm.

Ein Blick von oben auf die Zeltstadt von „Rü Genuss pur“. Mittendrin die große Bühne für das Musikprogramm.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen.  Die Gourmetmeile „Rü Genuss pur“ ist Sonntag zu Ende gegangen. Gastgeber und Gäste sind zufrieden. Am verregneten Freitag rückten alle zusammen.

Auch an anderen Tagen muss in Rüttenscheid niemand verhungern oder verdursten. Das gastronomische Angebot ist bemerkenswert. An fünf Tagen im Jahr aber ist es noch einmal viel mehr als das. Wenn „Rü Genuss pur“-Zeit ist. Die schlechte Nachricht ist, dass Freunde der Gourmetmeile nun wieder ein Jahr warten müssen, bis sich die Zeltstadt auf dem Messeparkplatz unterhalb des Girardet-Hauses erneut mit Leben füllt. Die gute Nachricht ist, dass Organisatoren, Gäste und Gastronomen gleichermaßen begeistert waren von der neunten Auflage, die am Sonntagabend zu Ende geht.

An den meisten Stellen wird das Konzept nicht angetastet, weil es sich seit Jahren bewährt hat. Die Gastronomen loben vor allem die vorbildliche Logistik. Hier muss keiner lange auf Nachschub warten, jeder Weg, jeder Handgriff sitzt. An einem Punkt hatten die Macher dieses Mal aber doch etwas nachjustiert: jeder Stand sollte auch ein veganes Gericht anbieten. „Dieses Konzept ist voll aufgegangen. Die veganen Speisen waren sehr beliebt“, sagte Werner Rzepucha in einer ersten Bilanz am späten Sonntagnachmittag. Der Vater von „Rü Genuss pur“ und gute Geist der fünf genussreichen Tage kündigte an, diese Neuerung im kommenden Jahr, bei der zehnten Auflage also, beibehalten zu wollen.

Zehntausende Besucher kamen insgesamt an den fünf Tagen nach Rüttenscheid

Wie viele Besucher es wohl insgesamt seit Mittwoch waren? Da kann Rolf Krane nur schätzen. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Rüttenscheid spricht von „Zehntausenden“. Besonders stark besucht war der Samstagabend. Das ist traditionell so, aber dieses Mal hatte auch der verregnete Freitag dazu beigetragen, dass einige Gäste ihre Wochenendgestaltung spontan überarbeiteten. Aber nicht alle.

Etwas verwundert, vor allem aber glücklich beobachtete Veranstalter Werner Rzepucha, wie die Menschen mit dem einsetzenden Regen am späten Freitagnachmittag zusammenrückten. Wie sie die Bänke unter freiem Himmel verließen, aber nicht nach Hause oder in die Kneipen abzogen, sondern in den überdachten Teilen der Zeltstadt übersiedelten und einfach weiter speisten, tranken und ins Gespräch kamen. Immerhin: Die Gastronomen passten sich an und schlossen ihre Küchen trotz des inzwischen starken Regens erst um 22 Uhr, die Getränkestände blieben sogar bis 24 Uhr geöffnet.

Das Eröffnungsfeuerwerk kam besonders gut an

„Dennoch gab es an diesem Tag sicherlich einige Einbußen“, sagt Rolf Krane. Unter dem Strich dürften aber wohl alle Teilnehmer mit der neunten Ausgabe der Gastromeile zufrieden gewesen sein. Es war ja schon so gut losgegangen: Das Eröffnungsfeuerwerk am Mittwochabend wurde dieses Mal von mehreren Hubwagen abgefeuert – und so war er noch besser und ganz besonders, schwärmten Beobachter. Es war lange Gesprächsthema. Auch bei den auswärtigen Gästen, von denen viele einen Bummel über den einladend ausgebreiteten roten Teppich im Schatten des Girardet-Hauses unternommen hatten. Unter anderem kamen die Besucher aus anderen Ruhrgebietsstädten und aus Düsseldorf.

Eine Sache kam vor allem den Gastronomen übrigens ganz gelegen. Für sie können die fünf Gourmettage am Rande der Rü traditionell gar nicht genug Stunden haben, weil sie im Dauereinsatz sind und kaum zur Ruhe kommen. Doch dieses Mal waren die Temperaturen immerhin nicht ganz so schweißtreibend wie noch im vergangenen Jahr. Eine kleine Arbeitserleichterung also.

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