Kreativ- und Kulturzentrum

Mathildenhof: Auch das Fernsehen mag das Kreativ-Zentrum

Der Macher im Mathildenhof: Arno Sousa hat das Kreativ- und Kulturzentrum im Jahr 2016 eröffnet. Etwas Besonderes sind die offene Gestaltung mit dem Atrium und der Metallsteg in der ersten Etage.

Der Macher im Mathildenhof: Arno Sousa hat das Kreativ- und Kulturzentrum im Jahr 2016 eröffnet. Etwas Besonderes sind die offene Gestaltung mit dem Atrium und der Metallsteg in der ersten Etage.

Foto: Olaf Ziegler / FUNKE Foto Services

Essen-Rüttenscheid.  2016 wurde der Mathildenhof in Essen-Rüttenscheid eröffnet, längt ist er ein Hort der Kreativität. Die Gemeinschaftsbüros sind stark gefragt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nur ein als Andenken bewahrtes Reklame-Schild erinnert noch daran, was in diesem Hinterhof an der Mathildenstraße einmal beheimatet war. „Lind-Würstchen“ ist darauf zu lesen. Wer den Mathildenhof betritt und die Vergangenheit nicht kennt, würde niemals darauf kommen, dass hier bis in die 90er-Jahre hinein eine Fleischfabrik untergebracht war.

Und heute? Arbeiten dort kreative Köpfe in einem stylishen Ambiente, das trotz seiner offenen Raumgestaltung, viel Metall und großen Fensterfronten behaglich wirkt.

Mehr modernes Arbeitsgefühl mit Lounge-Möbeln und Bürohund geht kaum

Holzböden, Lounge-Möbel, schwarze Hochglanzküche, Gemeinschaftsbüros, Terrassen und mittendrin Kunst-Ausstellungen in einem acht Meter hohen Atrium. Dazu ein Bürohund, der alle mit seinem Charme umgarnt. Mehr modernes Arbeitsgefühl geht kaum. „Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden“, sagt Arno Sousa, Gründer des Mathildenhofs und mit seiner Eventrealisation ASP selbst als eines von 16 Unternehmen hier zu Hause.

Das einzig Unscheinbare an dieser seit dreieinhalb Jahren wichtigen Adresse für Kreativität in Essen ist die Hofeinfahrt. Zwischen Wohnhäusern gelegen, kann man sie fast übersehen. Doch ein Abstecher hierher lohnt sich.

Mathildenhof wird erweitert - es kommen die Räume des China-Imbiss’ dazu

Nicht ohne Grund hat sich der Mathildenhof vor einiger Zeit beim Tag der Architektur der Öffentlichkeit präsentiert. „Aber auch an anderen Tagen kommen immer mal wieder Passanten zu uns, die sich umsehen möchten“, sagt Ellen Lübke-Meier, die mit ihrer PR- und Textagentur ebenfalls hier ihren Schreibtisch hat. Einige Unternehmen und Freiberufler aus der Medienbranche teilen sich hier Büros und Konferenzräume: Fotografen, Grafiker, Kommunikationsprofis, aber auch ein Architekt und dazu – vorne an der Straße – der Maßmodeanbieter Bowfolders.

„Unser Ziel ist die Vernetzung. Aber wir grenzen uns klar von Co-Working-Büros ab“, sagt Arno Sousa. Hier geht es um langfristige Mietverhältnisse und feste Schreibtische, es gibt nicht dieses Kommen und Gehen immer neuer Kollegen. Freie Büros? Fehlanzeige. „Aber es kann natürlich immer etwas in Bewegung kommen“, so der 52-Jährige. Derzeit wächst der Mathildenhof. Nach vorne zur Straße ist ein China-Imbiss ausgezogen und hat Platz für noch mehr Kreativität gemacht. Gerade wird dieses Ladenlokal aufwändig umgebaut. Es soll die 890 qm Bürofläche im Hof ergänzen.

Gerade hat das Fernsehen für seine Sendung „Quarks“ hier gedreht

Rund 1,6 Mio Euro hat Sousa schon damals in die Verwirklichung seiner Traum-Arbeitsimmobilie investiert. Am 1. April 2016 wurde der Mathildenhof eröffnet – und ist immer bekannter geworden. „Wir haben noch nie aktives Marketing betrieben. Vieles ist über Mundpropaganda entstanden“, erzählt der Leiter. So wie kürzlich, als ein Filmteam hier für die Wissenssendung „Quarks“ gedreht hat. Diese Kulisse ist sogar fernsehreif.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben