Bauprojekt

Sorgen um Teil des Gruga-Radwegs in Rüttenscheid

Rolf Fliß behält die Veränderungen des Gruga-Radwegs in Höhe der Walpurgisstraße genau im Auge.

Rolf Fliß behält die Veränderungen des Gruga-Radwegs in Höhe der Walpurgisstraße genau im Auge.

Foto: Julia Tillmann / Funke Foto Services

Rüttenscheid.  Das Bauprojekt an der Walpurgisstraße / Wittekindstraße wird sich auf den Radweg auswirken. Laut Stadt wird ein Stück des Weges zunächst schmaler.

Bis zu 3800 Radfahrer nutzen täglich die Grugatrasse. Das haben Zählungen der Stadt ergeben. Doch eine ganz bestimmte Stelle der für Radfahrer komfortablen Ost-West-Verbindung steht derzeit unter besonderer Beobachtung. Es geht um ein Stück in Rüttenscheid. Etwa dort, wo die Walpurgisstraße auf die Wittekindstraße trifft. Rolf Fliß betrachtet immer wieder die Großbaustelle an dieser Ecke und sorgt sich um den Radweg direkt neben dem Bauzaun. Der Grünen-Ratsherr und Vorsitzende des Bau- und Verkehrsausschusses befürchtet Einschränkungen für die Radfahrer und Eingriffe in die Natur am Wegesrand.

Die Weißdornhecke liegt Rolf Fliß sehr am Herzen

Das Bauunternehmen Grenzland Bau aus Ahaus errichtet dort derzeit 96 Mietwohnungen, eine Kita und eine Tiefgarage. Geplant ist, dass das Großprojekt zum Jahresende fertig wird. Schon jetzt ist zu erkennen, dass die Erdgeschosse der Häuser zum Teil sehr nah an den Radweg herankommen. „Wie kann man bei der Erteilung der Baugenehmigung zulassen, dass Teile des Radwegs davon beeinträchtig werden?“, fragt sich Fliß. Entweder, so seine Befürchtung, werde der Radweg so schmal, dass Radfahrer hier nicht mehr gefahrlos entlang kämen, wo der Weg noch dazu auch von Fußgängern benutzt werde. Oder aber der Weg werde etwas verlegt, noch ein Stückchen weiter an die parallel verlaufende Wittekindstraße heran, was wiederum bedeuten würde, dass Vogelschutzgehölz wie eine Weißdornhecke entfernt werden müssten. „Diese Hecke liegt mir sehr am Herzen“, sagt Rolf Fliß.

Grün und Gruga: Der Radweg wird noch breiter

Die Sorgen des Rüttenscheiders scheinen nicht unbegründet zu sein. „Dieses Thema ist uns bekannt“, sagt Christina Waimann, Sprecherin des städtischen Fachbereichs Grün und Gruga, auf Anfrage. Durch den Neubau werde der Radweg an einer Stelle zunächst rund 30 Zentimeter schmaler. Später solle er aber breiter werden als er jetzt ist. An der engsten Stelle sei er derzeit 2,70 Meter breit, nach Abschluss der Arbeiten werde er auf vier Meter kommen. Es sei richtig, dass einige Sträucher wegfallen müssen, es werde aber neu gepflanzt.

Fliß befürchtet, dass der Radweg demnächst „wie ein Gefrickel“ erscheinen könnte

Rolf Fliß fordert, dass sich Grün und Gruga und der Bauherr zusammensetzen, um eine Lösung zu finden, die die bereits bestehenden Pflanzen schont. Und noch etwas: Der Radweg sei erst vor wenigen Jahren ausgebaut und asphaltiert worden. „Der Weg ist in einem Top-Zustand. Wir vernichten Steuergeld, wenn jetzt wieder alles umgebaut wird“, so Fliß. Nach Abschluss der Arbeiten erscheine dieses Stück des Grugaradwegs womöglich nicht mehr wie aus einem Guss, sondern nur noch „als ein Gefrickel“, befürchtet der Grünen-Politiker.

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