Stadtteilentwicklung

Wie Blumen die Gemarkenstraße schöner und sicherer machen

Harald Hagen (r.) gemeinsam mit zahlreichen Partnern, die das Blumen-Projekt unterstützt haben, darunter Einzelhändler, Politiker der Bezirksvertretung III sowie Vertreter von Sparkasse, Allbau und Uni-Klinikum.

Harald Hagen (r.) gemeinsam mit zahlreichen Partnern, die das Blumen-Projekt unterstützt haben, darunter Einzelhändler, Politiker der Bezirksvertretung III sowie Vertreter von Sparkasse, Allbau und Uni-Klinikum.

Foto: Klaus Micke

Essen-Holsterhausen.   34 Laternenmasten entlang der Gemarken- und Cranachstraße wurden mit Blumenampeln geschmückt. Das dient nicht nur der optischen Aufwertung.

Noch recken nur wenige Blüten ihre Köpfe über den Topfrand hinaus. Aber schon in zwei bis drei Wochen, hofft Harald Hagen, haben sich Teile der Gemarken- und Cranachstraße zu einer Blumenallee gemausert.

Die von ihm ins Leben gerufene Initiative „Wir sind Holsterhausen“ hat 34 Laternenmasten mit Blumenampeln verschönert, die auf einen Durchmesser von anderthalb Metern anwachsen. 14 Monate habe die Genehmigung gedauert – samt jeder Menge Papierkram und Behördengängen.

Blühendes Band bis zur Uni-Klinik in Planung

Unterstützt wurde Hagen bei seinem Vorhaben von Geschäftsleuten, der Bezirksvertretung III, dem Allbau sowie der Uni-Klinik. Letztere soll im kommenden Jahr mit eingebunden werden: „Es wäre schön, ein blühendes Band von der Uni-Klinik bis zur Gemarkenstraße zu ziehen“, sagt Harald Hagen.

Die Blumenampeln sind dabei eines von mehreren Projekten, mit denen die Initiative den Stadtteil aufwerten möchte. „Wo es schön und aufgeräumt ist, steigt automatisch das Sicherheitsgefühl – auch wenn das eine mit dem anderen vermeintlich gar nichts zu tun hat“, erklärt der ehemalige Polizei-Oberrat Harald Hagen, der sich auch dafür sorgte, mehr Mülleimer und Aschenbecher auf der Gemarkenstraße aufzustellen.

Fokus liegt auf dem hinteren Teil der Gemarkenstraße

Seinen Fokus hat Hagen dabei auf jenen hinteren Teil der Einkaufsstraße gelegt, der meist eher stiefmütterlich behandelt wird. „Der Bereich rund um die Kirche ist ja belebt und aufgewertet, dort gibt es auch genug Grün. Mir war es wichtig, auch das hintere Stück in Richtung Cranachstraße zu beleben“, erklärt Harald Hagen, den bei seinem Engagement die große Verbundenheit zu seinem Stadtteil antreibt.

So hat er die Finanzierung der Blumenampeln bislang größtenteils aus eigener Tasche gestemmt, ist entsprechend dankbar für jeden Sponsor, der einen Laternenmast übernimmt. Mehr als 6000 Euro kostet die farbenfrohe Verschönerung, die Hagen in die Hände eines Fachbetriebs aus den Niederlanden legt. Der übernimmt Schnitt und Pflege der Pflanzen ebenso wie den versicherten Ersatz, falls etwa zu heiße Temperaturen die Blumen austrocknen. „Das soll schließlich den ganzen Frühling und Sommer über schön aussehen“, begründet Hagen.

Musiker beleben Straße am 1. Juni

Während die Blumenampeln erst sei ein paar Tagen hängen, plant der engagierte Pensionär bereits die nächste Aktion: „Mir sind Gerüchte zu Ohren gekommen, dass am 1. Juni wieder einige Straßenmusiker ab 18 Uhr auf der Gemarkenstraße unterwegs sind“, macht es Hagen spannend.

Bereits im vergangenen September hatte er eine Art Mini-Festival mit mehreren Straßenmusikern organisiert. Die verwandelten verschiedene Orte entlang der Gemarkenstraße immer für jeweils 30 Minuten allein mit ihrer Stimme und Akustik-Instrumenten in kleine Bühnen. Die Guerilla-Aktion ist ebenfalls Teil des Konzepts, um Holsterhausen „liebens- und lebenswerter“ zu machen, erklärt Harald Hagen: „Bei unserer Bürgerdiskussion hat sich gezeigt, dass viele Holsterhauser regelmäßige Veranstaltungen vermissen.“

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