ÖPNV

Ruhrbahn lehnt Minister-Plan für Busspuren kategorisch ab

Das Verkehrskonzept für Essen sieht an der viel befahrenen Schützenbahn eine eigene Busspur vor. Ruhrbahn hält nichts davon, auch E-Tretroller und Fahrgemeinschaften auf Busspuren zu dulden. Insbesondere auf schmalen Busspuren würden Radfahrer schon jetzt die Busse ausbremsen.

Das Verkehrskonzept für Essen sieht an der viel befahrenen Schützenbahn eine eigene Busspur vor. Ruhrbahn hält nichts davon, auch E-Tretroller und Fahrgemeinschaften auf Busspuren zu dulden. Insbesondere auf schmalen Busspuren würden Radfahrer schon jetzt die Busse ausbremsen.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.  Bundesverkehrsminister Scheuer möchte E-Tretroller und Fahrgemeinschaften auf Busspuren erlauben. Die Ruhrbahn erteilt diesem Plan eine Absage.

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Die Ruhrbahn lehnt die Initiative von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, E-Scooter und Fahrgemeinschaften auf Busspuren zu erlauben, kategorisch ab. „Das ist ein falscher Schritt in Richtung Verkehrswende“, sagt eine Ruhrbahn-Sprecherin.

Busspuren seien ein Hauptbestandteil des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und dafür gedacht, dass Busse nicht im Stau stehen und das Ruhrbahn-Fahrgäste sicher, zuverlässig und pünktlich ans Ziel kämen. „Durch das Vorhaben von Minister Scheuer verliert der ÖPNV an Attraktivität und auch für die Maßnahmen von notwendigen Reduzierungen von Emissionen wäre dies einen Rückschritt“, sagt die Ruhrbahn-Sprecherin.

Ruhrbahn: „Schon heute haben wir Probleme bei zu schmalen Busspuren“

Der Busspuren-Plan führe nicht zu einer Verkehrsverlagerung weg vom Auto, sondern zu einer Schwächung des ÖPNV durch blockierte Busse und Verspätungen im Fahrplan. Der Vorschlag zur Freigabe von Busspuren für Fahrgemeinschaften und E-Tretroller sei nach Ansicht der Essener Verkehrsbetriebe aus mehreren Gründen abzulehnen. Nutzer von E-Tretrollern seien auf Busspuren beispielsweise nicht sicher. „Schon heute haben wir Probleme bei zu schmalen Busspuren, die für den Fahrradverkehr freigegeben sind. Diese bremsen aufgrund der Geschwindigkeitsunterschiede und Sonderreglung an Knotenpunkten den Busverkehr aus“, fügt die Sprecherin hinzu.

Die Ruhrbahn sei daher bemüht, bei einer Kombination aus Busspur und Fahrradwegen und dort wo es im Straßenbereich möglich ist, eine Breite von mindestens 4,75 Metern inklusive Überholmöglichkeit zu gewährleisten. Die bereits heute mögliche Freigabe für Taxis und E-Autos sei für den ÖPNV aus den oben beschriebenen Gründen ebenfalls kontraproduktiv.

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