6. Deutsches Musikfest

Schönebecker Jugend-Blasorchester glänzt beim Musikfest

Die Schönebecker unter der Leitung von Constantin Hesselmann beim 6. Deutschen Musikfest in Osnabrück. Foto: SJB

Die Schönebecker unter der Leitung von Constantin Hesselmann beim 6. Deutschen Musikfest in Osnabrück. Foto: SJB

Schönebeck.   Das Schönebecker Jugend-Blasorchester nahm am 6. Deutschen Musikfest in Osnabrück teil. Die Jury bescheinigte ihm einen „hervorragenden Erfolg“.

Es ist eine Leistungsschau und gleichzeitig eine Art Familientreffen: das Deutsche Musikfest. Es gilt als eines der bedeutendsten Musikfestivals für Blas- und Spielleutemusik und findet nur alle sechs Jahre statt. Am vergangenen Wochenende war diesmal Osnabrück der Treffpunkt von 300 Orchestern mit 14.500 Musikern. Und das Schönebecker Jugend-Blasorchester (SJB) mit seinen 50 Musikern nahm „mit hervorragendem Erfolg“ teil, wie ihm eine Fachjury nach dem Wertungsspiel bescheinigte. „Das Musikfest gibt einem die Gelegenheit, über den Tellerrand zu blicken. So kann man sehen, wo man im Vergleich zu anderen Orchestern steht“, beschreibt SJB-Dirigent Constantin Hesselmann die Bedeutung der Mammut-Veranstaltung. Auch das Show- und Blasorchester Kray 1982 stand auf der Teilnehmerliste.

Übernachtet wurde in Schulklassen

Bereits am Donnerstag war das Schönebecker Orchester nach Osnabrück aufgebrochen. Jede Lücke im Gepäckraum des Busses war gefüllt mit Instrumenten, Taschen und Koffern. Und oben auf den Sitzen machte sich ein gut gelauntes Orchester aus Essen auf den Weg nach Niedersachsen. Unterkunft bezogen die Schönebecker in einer Schule, mitgebrachte Luftmatratzen, Feldbetten und Schlafsäcke wurden in Klassenräumen verteilt.

Das Programm des Deutschen Musikfestes ließ kaum Zeit zum Verschnaufen. An 30 Spielstätten überall in der Stadt erklang Musik, in Festsälen, auf Straßen und Plätzen, in Kirchen, Sporthallen, auf Schulhöfen und auch in der Diskothek Alando Palais. Sie war für das Wertungsspiel des SJB ausgesucht worden. Allerdings nicht zur Freude der Essener Musiker. „Weil sie nicht für Livemusik geeignet war. Die Seiten des großen Raums waren offen, es fehlte jeder Hall, so dass man jeden kleinen Fehler hörte“, bemängelt Constantin Hesselmann.

Lohn der monatelangen Probearbeit

Doch das Jugend-Blasorchester ließ sich offenbar davon nicht beeindrucken. Eingeteilt in die Stufe 4, quasi der Oberstufe der sechs Kategorien, intonierte es das Stück „Das Waschweib“, eine von Alexander Reuber (Olpe) vertonte Sage aus dem Sauerland. „Es hat die lautesten und die leisesten Passagen, es ist ein Drama von vorne bis hinten“, beschreibt der 40-jährige Dirigent die musikalischen Klippen. „Aber damit konnten wir viel zeigen.“ Der Lohn der monatelangen Proben war die Bestnote unter 99 teilnehmenden Orchestern.

Am folgenden Tag durften die Schönebecker in der Festarena ein eigenes Unterhaltungskonzert geben. Konzertbesucher, die zunächst auch in die Festhalle gekommen waren, um etwas zu essen, legten Messer und Gabeln aus der Hand, um zur Musik der Schönebecker zu klatschen und kräftig zu applaudieren, berichtet Birgit Kaiser de Garcia, Pressesprecherin des SJB-Förderkreises.

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