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Workshop: Kinder basteln mit Hobbyfunkern Bewegungsmelder

Konzentriert bei der Sache waren die Teilnehmer des Workshops von Hobbyfunkern und Jugendclub des VDI. Gebaut wurden Bewegungsmelder.

Konzentriert bei der Sache waren die Teilnehmer des Workshops von Hobbyfunkern und Jugendclub des VDI. Gebaut wurden Bewegungsmelder.

Foto: Stefan Arend

Essen-Bredeney.   Der Elektronik-Workshop der Funkamateure ist ein gemeinsames Projekt mit der Jugendorganisation des Vereins Deutscher Ingenieure. Mehr dazu.

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Den frisch renovierten Seminarraum der Funkamateure in der alten Voßbuschschule in Bredeney stürmten jetzt 14 Mädchen und Jungen: Sie nahmen an einem Elektronik-Workshop teil, den die im Deutschen Amateur Radio Club (DARC) organisierten Hobbyfunker mit dem VDIni-Club Essen veranstalteten. Der VDIni-Club ist die Jugendorganisation des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Seit nunmehr drei Jahren gebe es die Kooperation der beiden Vereine, berichtet Dietrich Lehmann, seines Zeichens stellvertretender Vorsitzender der Essener Hobbyfunker. „Das war jetzt der sechste Workshop, einige der Kinder sind inzwischen Wiederholungstäter.“ Den Kindern, zwischen zehn und zwölf Jahren alt, mache der Umgang mit dem Handwerkszeug also viel Spaß. „Wir denken uns auch jedes Mal etwas anderes aus.“

So sei eines der vorherigen Workshop-Projekte der Bau einer Mini-Orgel gewesen. Auch ein Zufallswürfel wurde gebastelt. Dieses Mal ging es um einen Bewegungsmelder.

Sichere Handhabung des Lötkolbens

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des VDIni-Clubs Essen, Hans-Bernhard Mann, erläuterte Kursleiter Dietrich Lehmann zunächst per Beamer-Projektion mit einigen Fotos die Handhabung und Gefahren des heißen Lötkolbens. Denn: „Sicherheit geht vor“, sagt der 81-Jährige.

Erst dann wurden die Bausätze ausgegeben. Um Bastelzeit zu gewinnen, hatte der Kursleiter mit seinen Enkeln die Sperrholz-Grundplatten, auf denen der Bestückungsplan aufgeklebt war, schon mit Heftzwecken vorbereitet. Diese fungierten als Lötstützpunkte. Nun galt es zunächst, diese sauber und gleichmäßig zu verzinnen, ehe dann die elektronischen Bauteile, in der Reihenfolge von flach nach hoch, Drähte, Widerstände, Kondensatoren, LED, Transistoren und Fotozelle aufgelötet wurden. Ferner wurden Lautsprecher und Schalter per Klebepistole und der Batteriehalter mit einer Holzschraube fixiert.

Bereits zwei Stunden später – mit einer Pause und einer interessanten Live-Satellitenvorführung aus der Raumstation ISS dazwischen – wurde die erste Neun-Volt-Batterie angefordert: Der erste Bewegungsmelder funktionierte auf Anhieb wunschgemäß. Die weiteren folgten, zum Teil nach geringfügiger Justierung, dann Schlag auf Schlag. „Ich war froh, dass ich schon einen Tinnitus hatte“, berichtet Kursleiter Lehmann grinsend über die Lautstärke und ergänzt: „Jeder Teilnehmer darf sein Gerät mit nach Hause nehmen.“

Weiteres Projekt folgt im Herbst

Unter den jungen Teilnehmern waren übrigens nicht nur Jungen, betont der Hobbyfunker. „Zwei Mädchen waren dabei und hatten viel Spaß. Wir haben solche Workshops auch schon mit den Mädchenklassen der BMV-Schule veranstaltet. Die Beschäftigung mit Elektronik ist ja nicht nur ein Jungsding.“

Die Amateurfunker haben darüber hinaus beschlossen, in diesem Jahr über den VDIni-Club zum Kids-Day im Juni einzuladen und für den Spätherbst einen weiteren, gemeinsamen Elektronik-Workshop anzusetzen.

>> Hobbyfunker feiern Geburtstag

Demnächst steht ein runder Geburtstag beim DARC e.V. Ortsverband Essen-Haarzopf an. Der Verein wird 40 Jahre alt.

Die Feier findet am Freitag, 25. Mai, ab 16 Uhr im Vereinsheim der Hobbyfunker, Voßbusch 4, statt.

Am 25. Mai 1978 wurde der Ortsverband Essen-Haarzopf gegründet. Zu Feierlichkeit wird in Bredeney Bürgermeister Rudolf Jelinek erwartet.

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