Tina-Turner-Tribute

Turners Hitmaschinerie zeigt in Essen noch keinen Verschleiß

Sharon Ballard trat als Tina Turner mit ihrer Band in der Philharmonie in Essen auf. Die Tina Turner Tributeshow „One Night of Tina - A Tribute to the Music of Tina Turner " begeisterte in der Philharmonie.

Sharon Ballard trat als Tina Turner mit ihrer Band in der Philharmonie in Essen auf. Die Tina Turner Tributeshow „One Night of Tina - A Tribute to the Music of Tina Turner " begeisterte in der Philharmonie.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Essen.  Tribute-Show tourt zum 80. Geburtstag von Tina Turner durch Nordrhein-Westfalen und löst in der Philharmonie Begeisterung aus.

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Was schenkt man einer Frau zum 80. Geburtstag, die doch eigentlich alles hat: Weltruhm, ein Dutzend Grammy Awards und den Ruf, zu den meist geachteten Popsängerinnen überhaupt zu gehören? „Simply The Best“ steht wie eine Feststellung über Tina Turners Lebenswerk. Doch beschenkt und geehrt wird die Sängerin, die am 26. November ihren runden Geburtstag feiert, in diesem Jahr mit gleich zwei großen Bühnenproduktionen, die sich in der Nachahmung versuchen.

In der proppevollen Essener Philharmonie feiern die Fans die Show

Neben dem Hamburger Tina-Musical widmet sich die Tribute-Show „One Night of Tina“ den Welthits der Musikikone. In der proppevollen Essener Philharmonie feierten die Fans die Konzertshow mit fünfköpfiger Live-Band trotz einiger technischer Start-Probleme am Ende, als würde die Queen of Rock persönlich auf der Bühne stehen.

Sharon Ballard hat als Wiedergängerin dieser Poplegende mit den Modelbeinen und der Löwenmähne einiges zu bieten. Mit echter Powerstimme und Strahlelachen schlüpft sie in die Rolle der Tina Turner. Zwei Dutzend Songs markieren in anderthalb Stunden die großen Erfolge. Fast atemlos geht es von der alten Heimat „Nutbush City Limits“ und den ersten Erfolgen „River Deep Mountain High“ in die Zeit, als die in Tennessee geborene Anna Mae Bullock an der Seite von Ike Turner zur heißesten Interpretin wird, die der Rhythm & Blues damals zu bieten hat.

Im biografischen Zickzack-Kurs geht es durch Raum und Zeit

Ehemann Ike macht sie groß. Und er macht sie auf brutale Weise beinahe kaputt. Doch die Tiefschläge dieses Lebens, diese unglaubliche Energie, mit über 40 noch einmal eine Soloweltkarriere zu starten, bleiben im quirligen Bühnentreiben zwischen den Tänzern mit ihren akrobatischen Einlagen und der Begleitchoreografie der drei „Ikettes“ nur ein Randaspekt. Im biografischen Zickzack-Kurs geht es durch Raum und Zeit, vom „Private Dancer“ als melancholischer Liebesabgesang bis zum fetzigen „Disco Inferno“, von der frühen 60er-Nummer „A Fool In Love“ bis zum Charts-Erfolg aus den 90ern „When The Heartache Is Over“.

Und wenn das Publikum mal keine Tanzübungen mit Tina absolviert und in Refrains einstimmt, gerät eine Turner-Hit wie der „Mad Max“-Filmsong „We Don’t Need Another Hero“ ganz ohne Beiwerk zum Auftritt der Extraklasse. Zuletzt wird der Schaufelraddampfer in „Proud Mary“ gemächlich in Gang gesetzt, um am Ende noch einmal mächtig aufzudrehen.

Auch nach 50 Jahren zeigt Tina Turners Hitmaschinerie noch keine Verschleißerscheinungen.

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