Tempokontrollen

Über 36 .000 Fahrer im A52-Tunnel Essen-Huttrop geblitzt

Unmittelbar vor dem A 52-Tunnel in Richtung Düsseldorf sind bereits über 36 000 Temposünder von dieser Radaranlage geblitzt worden.

Unmittelbar vor dem A 52-Tunnel in Richtung Düsseldorf sind bereits über 36 000 Temposünder von dieser Radaranlage geblitzt worden.

Foto: Socrates Tassos

Essen.   An der Baustelle in Huttrop sind die meisten Tempoverstöße an der A52 in Essen festgestellt worden. Radaranlage wird diesen Monat abgeschaltet.

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Über 36.000 Autofahrer sind in nur vier Monaten im A52-Autobahn-Tunnel Huttrop zwischen Dreieck Essen-Ost und Anschluss Bergerhausen wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden. Für die Stadt bedeutet das Bußgeld-Einnahmen von mehreren hunderttausend Euro.

Die Radaranlage ist nur noch wenige Tage in Betrieb. Etwa Mitte April soll das Tempolimit von 60 Stundenkilometern an der Autobahn-Baustelle aufgehoben werden. In diesem Moment wird auch der Blitzer abgeschaltet, weil mit dem Ende der Bauarbeiten im Tunnel keine erhöhte Unfallgefahr mehr besteht.

Tempo-Kontrollen an Essener A52 seit Ende 2016

Allerdings könnte Ende 2018 oder Anfang 2019 ein Blitzer an der nächsten Baustelle der A52 zwischen Rüttenscheid und Dreieck Essen-Ost installiert werden. Eine Prüfung der Unfall-Experten steht noch aus.

Seit November 2016 kontrolliert die Stadt mit mehreren Unterbrechungen das Tempolimit an Baustellen der A 52, erst zwischen Kettwig und Rüttenscheid, später auch im Tunnel Huttrop, in dem mit Abstand die meisten Tempoverstöße festgestellt worden sind. In beiden Fällen ist das Rathaus von der Düsseldorfer Bezirksregierung um die Geschwindigkeitsüberwachung gebeten worden, weil dort wegen der Bauarbeiten eine Gefahrenlage bestehe.

Autobahntunnel Huttrop wird sicherer

Im Tunnel Huttrop, der eine moderne Sicherheitstechnik erhält, wurden die Fahrspuren verengt und die Beleuchtung abgeschwächt. „Die Geschwindigkeitsüberwachung war dort auf jeden Fall nötig. Wir mussten die Sicherheit im Tunnel gewährleisten“, erklärt Rathaus-Sprecherin Jasmin Trilling.

Zwei Autofahrer wurden sogar bei Tempo 133 beziehungsweise 135 km/h geblitzt. Allein in den ersten Tagen sind mehrere tausend Geschwindigkeitsverstöße festgestellt worden. Später gingen die Zahlen wieder zurück, weil immer mehr Autofahrer vom Standort des Blitzers wussten und ihre Geschwindigkeit rechtzeitig anpassten. „Es wurde dann nicht mehr so gerast“, stellte auch Markus Brodalle, Tunnel-Projektleiter bei Straßen.NRW, erleichtert fest. Er lässt nach den Osterferien die Baustelle im 340 Meter langen Tunnel sukzessive zurückbauen. Dann wird wieder die frühere Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern eingeführt.

Stadt Essen kündigt weitere Kontrollen an

Die Stadt will auch in Zukunft an Autobahn-Baustellen kontrollieren, falls ein höheres Unfallrisiko festgestellt wird. „Bei Baumaßnahmen an Autobahnen werden wir alles tun, damit die Geschwindigkeit eingehalten wird – und wenn es ein Blitzer sein muss.“, kündigt Trilling an. Dies wäre dann auf dieser geplanten A 52-Baustelle möglich: Straßen.NRW will Ende 2018 bis Ende 2021 die Autobahn zwischen Anschluss Rüttenscheid und Dreieck Essen-Ost für rund 40 Millionen Euro sanieren, Flüsterasphalt einbauen und neue Lärmschutzwände einbauen.

Ob auch dort eine Tempokontrolle für nötig gehalten wird, klärt die Unfallkommission Autobahn mit der Vertretern der Polizei und Straßen.NRW unter Federführung der Bezirksregierung. Zuvor muss aber erst der genaue Baustellen-Verlauf klar sein.

>> A52-BLITZER KOMMT ZURÜCK ZUR A40-BUDERUSKURVE

Der Blitzer vom Typ „TraffiStar S350“ kommt zurück an seinen früheren Standort neben dem rechten Standstreifen an der A40-Buderuskurve und soll den zweiten Blitzer Richtung Duisburg unterstützen.

Der genaue Zeitpunkt für die Installation steht noch nicht fest. Erst müssen die Arbeiten an der Lärmschutzwand und an den Leitplanken der Autobahn beendet werden. Dann wird der Standort an der A40 neu vermessen und eine Stromleitung zum Blitzer verlegt.

Der Blitzer „TraffiStar S350“ ist eine rein stationäre Anlage und darf deshalb von Kommunen betrieben werden. Mobile Tempokontrollen an Autobahnen sind dagegen allein von der Polizei vorzunehmen. Das regelt das Ordnungsbehördengesetz.

Die Stadt Essen setzte während der Bauarbeiten zwischen Rüttenscheid und Kettwig einen auf einem Anhänger montierten Blitzer ein. Das auch auf der A3 genutzte Modell wurde später vom Oberlandesgericht als mobiles Radargerät eingestuft.

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