Verfolgungsjagd

Verfolgungsjagd über die A40: Polizei stoppt Ferrari-Fahrer

Auf der A40 lieferte sich ein 31-Jähriger in der Nacht zu Montag eine wilde Verfolgungsjagd.

Auf der A40 lieferte sich ein 31-Jähriger in der Nacht zu Montag eine wilde Verfolgungsjagd.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Essen.   Ein Ferrarifahrer hat sich Sonntagnacht auf der A40 eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Eine 24-Jährige fuhr gegen ihren Willen mit.

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Ein 31-Jähriger hat sich in der Nacht zu Montag eine wilde Verfolgungsjagd mit der Essener Polizei geliefert. Dabei war er mit einem schwarzen Ferrari unterwegs: Aktuell ermittelt die Polizei, ob das Fahrzeug gestohlen wurde. Offenbar gegen ihren Willen musste eine 24-Jährige das temporeiche Katz-und-Maus-Spiel mit durchleben: Sie beteuerte, den 31-Jährigen angefleht zu haben, anzuhalten und sie heraus zu lassen. Daher drohen dem 31-Jährigen nun auch Ermittlungen wegen Freiheitsberaubung.

Gegen 22.20 Uhr war das Fahrzeug erstmals in Leithe aufgefallen, weil der Fahrer viel zu schnell unterwegs war, wie ein Zeuge der Polizei meldete. Als die Beamten eintrafen, fehlte vom Ferrari jedoch jede Spur. Erst gegen Mitternacht entdeckte eine Streife das Fahrzeug erneut auf der Frohnhauser Straße. Weil der Ferrari auch dort viel zu schnell unterwegs war und einen Fiat Punto riskant überholte, nahmen die Polizisten die Verfolgung auf. Dabei ignorierte der 31-Jährige sämtliche Anhaltezeichen der Polizei – und stieg stattdessen aufs Gas.

Ferrari-Fahrer war mit 160 Stundenkilometern unterwegs: bei erlaubten 80 km/h

Von der Kreuzung Schwanenkamp- / Otilienstraße aus fuhr er über die Hindenburgstraße zur A40 in Richtung Duisburg. Dort war er zeitweise mit 160 Stundenkilometern unterwegs – bei erlaubten 80 km/h. Die Beamten hatten in der Zwischenzeit Verstärkung angefordert, weitere Streifenwagen jagten den Ferrari über die Autobahn. Dabei verlangsamte der 31-Jährige zwischenzeitlich das Tempo und fuhr in Richtung Seitenstreifen – nur, um dann wieder zu beschleunigen. Zwei Kilometer vor dem Kreuz Kaiserberg kam es nach Angaben der Polizei beinahe zum Unfall mit einem Streifenwagen, nachdem der Ferrari rechts überholte. Überraschend wendete der Wagen dann und fuhr zurück in Richtung Essen. 300 Meter vor der Ausfahrt Mülheim bremste der 31-Jährige abrupt ab und beendete die etwa 20 Kilometer lange Verfolgungsfahrt.

Bei seiner Festnahme stellte sich heraus, dass er keinen Führerschein besitzt und außerdem wegen mehrerer Diebstahl-Delikte polizeibekannt ist. Der 31-Jährige wurde festgenommen und sitzt aktuell in Polizeigewahrsam. Ihn erwarten nun Ermittlungen wegen zahlreicher Verkehrsdelikte.

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