Flüchtlingsunterkünfte

Warum in leeren Zeltdörfern nachts das Licht brennt

Solange das Zeltdorf an der Hamburger Straße steht und bewacht wird, wird es auch nachts beleuchtet.

Solange das Zeltdorf an der Hamburger Straße steht und bewacht wird, wird es auch nachts beleuchtet.

Foto: Uwe Möller

Essen.   Die Hoffnung der Anwohner trog, dass nach dem Auszug der Flüchtlinge auch die Beleuchtung in den Zeltdörfern abgeschaltet wird. Sie bleibt noch an.

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„Der Letzte macht das Licht aus!“ Diese Hoffnung vieler Nachbarn von Zeltdörfern war verfrüht – wie sich jetzt an der Hamburger Straße in Frohnhausen zeigt.

In den vergangenen Tagen wurden die vier Zeltdörfer am Am Volkswald in Heidhausen, an der Vaeste-straße in Burgaltendorf, an der Levinstraße in Gerschede und eben auch an der Hamburger Straße in Frohnhausen leergezogen. Insgesamt 830 Menschen wurden in andere Unterkünfte verlegt.

Die Hoffnung der Anwohner, dass die Zeltdörfer damit sofort aus ihrem Blickfeld verschwinden, trog jedoch. Denn auch nach dem Auszug des letzten Bewohners sind die Zelte nicht menschenleer. „Wenn schon nachts kein Wachdienst mehr dort Patrouille läuft, wozu müssen dann diese ca. 40 500-Watt-Strahler noch die ganze Nacht den Platz beleuchten?“, fragt zum Beispiel ein Anwohner der Hamburger Straße.

Stadtsprecherin Silke Lenz bestätigt diese Eindrücke: „In der Tat werden die Zeltdörfer bis zu ihrem endgültigen Abbau bewacht. So auch das an der Hamburger Straße. Und der Anwohner hat Recht. Mit der Bewachung einher geht nämlich auch die Beleuchtung. Der Wachdienst muss einen Überblick über das Gelände haben.“

Die verbliebenen Zeltdörfer Bonifaciusstraße in Schonnebeck, Mathias-Stinnes-Stadion in Karnap sowie an der Erbslöhstraße in Altenessen sollen im November abgebaut werden.

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