Weihnachtlicher Rekord in der Villa Hügel

Mit sieben ausverkauften Weihnachtskonzerten auf Villa Hügel konnte das Folkwang Kammerorchester eine neue Rekordmarke verzeichnen. Und das auch ohne barocken Trompetenglanz oder pastorale Idylle à la Manfredini. Einen festlichen Akzent freilich setzte Johannes Klumpp am Pult dennoch zwischen den geschmückten Christbäumen im Kuppelsaal, wenn er den Bach-Choral „Brich an, o schönes Morgenlicht“ aus dem Weihnachtsoratorium dynamisch subtil anstimmte.

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Mit sieben ausverkauften Weihnachtskonzerten auf Villa Hügel konnte das Folkwang Kammerorchester eine neue Rekordmarke verzeichnen. Und das auch ohne barocken Trompetenglanz oder pastorale Idylle à la Manfredini. Einen festlichen Akzent freilich setzte Johannes Klumpp am Pult dennoch zwischen den geschmückten Christbäumen im Kuppelsaal, wenn er den Bach-Choral „Brich an, o schönes Morgenlicht“ aus dem Weihnachtsoratorium dynamisch subtil anstimmte.

Nebenbei wusste der umtriebige Chefdirigent nicht nur informativ und witzig durchs Programm zu führen, sondern auch die eigenen CDs und Bleistifte (für den guten Zweck) als Last-Minute-Geschenkidee anzupreisen. Und mit Wunderkind-Musik zu erfreuen, etwa Mozarts geschliffen dargebotenen Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“. Oder die jugendlich-elanvoll hingelegte 5. Streichersinfonie des 12-jährigen Mendelssohn.

Cello-Konzerte von Vivaldi gaben drei Orchestermitgliedern die Gelegenheit, sich solistisch zu profilieren. Moritz Kolb machte das mit spieltechnischer Kunstfertigkeit und Kantabilität, während Heather Moseley und Daniel Acebes Pardo im Doppelkonzert durch harmonisch stimmiges Zusammenwirken gefielen. Ihren abschließenden Höhepunkt fand die durchgehende Musizierlust des Orchesters in der „St. Paul’s Suite“ von Gustav Holst: Das waren wunderschön geratene musikalische Stimmungsbilder, egal ob man dabei an Hirten und Engel denken wollte oder nicht.

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