Kriminalität

Zoll vereitelt Drogensendung: Essener in Untersuchungshaft

Essener Zollfahnder zogen rund neun Kilogramm Marihuana aus dem Verkehr.

Essener Zollfahnder zogen rund neun Kilogramm Marihuana aus dem Verkehr.

Foto: Zollfahndungsamt Essen

Essen.  Essener Zollfahnder stellen rund neun Kilogramm Marihuana sicher. Die Drogen kamen per Post aus Spanien und wurden in einem Paketshop abgegeben.

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Bei einem Schlag gegen die Drogenkriminalität hat die Zollfahndung Essen rund neun Kilogramm Marihuana, 36 000 Euro und einen Elektroschocker sichergestellt. Ein 23 Jahre alter Essener sitzt wegen des Verdachts der Einfuhr, des Schmuggels und Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Untersuchungshaft, berichtete die Behörde am Montag.

Bereits am 1. Oktober hatten Beamte des Hauptzollamtes Gießen bei der Kontrolle des internationalen Postverkehrs einen mit 8,4 Kilogramm Marihuana gefüllten Serverschrank aus Spanien sichergestellt. Das Paket mit den Drogen war an einen unbekannten Empfänger bei einem Essener Paketshop-Kiosk gerichtet.

Die Gießener informierten die zuständigen Fahnder des Zollfahndungsamtes Essen, das die weiteren Ermittlungen übernahm. Um nicht nur das Rauschgift aus dem Verkehr zu ziehen, sondern auch die Täter dingfest zu machen, ließen die Ermittler einen Kurier das Paket zustellen, während sie sich auf die Lauer legten.

Die Fahnder griffen im Essener Nordwesten zu

Kaum war die heiße Ware in dem Kiosk eingetroffen, fuhren zwei Abholer in einem Auto vor und luden das Paket ein. Die Fahnder schlugen nicht sofort zu, sondern observierten weiter. Als die Verdächtigen die Sendung an einer Adresse im Essener Nordwesten ausluden, kam es zum Zugriff mit drei vorläufigen Festnahmen.

Bei einer anschließenden Wohnungsdurchsuchung wurden nicht nur die Drogen in der Postsendung, sondern auch noch weitere 300 Gramm Marihuana, diverse Aufzeichnungen, rund 36 000 Euro Bargeld und der als Mobiltelefon getarnte Elektroschocker entdeckt.

Das Amtsgericht Essen ordnete auf Antrag der federführenden Staatsanwaltschaft Essen Untersuchungshaft gegen den 23-jährigen Essener Verdächtigen an. Die beiden weiteren Festgenommenen wurden am nächsten Tag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Drogen hatten einen Verkaufswert von 89 000 Euro

Die sichergestellten Betäubungsmittel haben einen Straßenverkaufswert von rund 89.000 Euro, sagt Heike Sennewald, Pressesprecherin des Zollfahndungsamtes Essen, das immer wieder mit verdächtigen Postsendungen aus dem Ausland zu tun hat, die zu Wohnungsdurchsuchungen und Festnahmen führen: „Die Käufer und Verkäufer wiegen sich durch den anonymen Postversand in trügerischer Sicherheit.“, so Sennewald: „Die Straferwartung bei Entdeckung ist hoch. Drogenschmuggel, gerade gewerblich, ist kein Kavaliersdelikt.“ (j.m.)

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