Sanierung

Baustelle in Ardey sorgt für Verwirrung bei Autofahrern

Die Ortsdurchfahrt in Ardey ist im Moment nur über Umwege möglich. Der Bahnübergang muss saniert werden.

Die Ortsdurchfahrt in Ardey ist im Moment nur über Umwege möglich. Der Bahnübergang muss saniert werden.

Foto: Lisa Dröttboom

Menden.  Festgefahrene LKWs, Stau und verwirrte Autofahrer – Die Sperrung der Ortsdurchfahrt in Ardey sorgte in den ersten Tagen für Verkehrschaos.

Wer momentan durch Ardey fährt, gerät in einen Wald aus Schildern. Die anderthalb Kilometer von Langschede aus bis zum Beginn der Straßensperrung am Bahnübergang sind mit Barken und Barrikaden gepflastert. Nicht-Ortskundige kämpfen mit den alternativen Routen, Anwohner verfolgen das Trauerspiel mit Kopfschütteln.

Der Bahnübergang muss saniert werden, die Ardeyer Straße ist bis zum 25. Oktober an dieser Stelle gesperrt – und damit auch die Ortsdurchfahrt. Die ausgewiesene Umleitung ist weiträumig über Menden ausgeschildert. Die Alternativrouten führen über das Westfeld oder den Thabrauck – und sind nicht für jedes Fahrzeug geeignet.

„Die Baustelle ist viel zu spät öffentlich gemacht worden“, beschwert sich Rolf-Dieter Röhrmann. Der 76-Jährige wohnt in Ardey-Mitte und erlebt das Chaos vor seiner Haustür täglich selbst. „Ortskundige finden ihren Weg durch das Dorf, aber für Nicht-Ortskundige ist die Baustelle und ihre Umleitung eine Zumutung.“

Lkws haben sich festgefahren

Röhrmann erzählt von Lkws, die sich in den ersten Tagen festgefahren haben, Staus und verwirrten Autofahrern. Wer von Fröndenberg komme, müsse über den Thabrauck „fast bis nach Frömern fahren“, um die Baustelle zu umkurven. „Es ist schon grenzwertig.“ Wer aus Unna komme, weiche hingegen auf den Weg über das Westfeld aus. „Das ist aber nicht ausgelegt für Schwerlaster“, sagt er. Trotzdem würden viele die enge Straße nutzen, um die Baustelle zu umfahren.

So auch Falk Steinbach, der täglich aus Dortmund nach Ardey fährt, um die Katze seiner besten Freundin zu versorgen. Da diese genau auf der anderen Seite der Baustelle wohnt, nimmt er den Weg über das Westfeld, um Zeit zu sparen. „Ich kenne Ardey mittlerweile gut genug, um die Schleichwege zu wissen“, sagt er mit einem Augenzwinkern. „Das wird zwar manchmal eng, wenn mir ein Auto entgegen kommt, aber bislang hat es immer irgendwie gepasst.“

Schleichwege durchs Dorf

Über die Baustelle ärgert sich der 33-Jährige nicht. „Natürlich stößt so eine Baustelle nicht auf Begeisterung“, sagt er mit einem Schulterzucken. „Aber es muss ja gemacht werden. Da hilft doch alles nichts.“

Die Schleichwege kann aber nicht jeder nutzen. Josef Schmidt arbeitet als Fahrer für ein Speditionsunternehmen in Unna. Der 54-Jährige muss täglich mit seinem Transporter nach Fröndenberg und zurück. Der kürzeste Weg führt ihn durch Ardey. Normalerweise.

„Am ersten Tag hat es mich kalt erwischt“, gibt er zu. „Ich kam aus dem Urlaub und hatte nicht mitbekommen, dass die Straße gesperrt wird. Da habe ich ganz schön doof geguckt.“ Mittlerweile habe er sich aber daran gewöhnt.

„Ich probiere im Moment noch aus, wo ich am besten herfahren kann.“ Mit seinem breiten Transporter könne er nicht jeden Schleichweg problemlos nutzen – den Weg über das Westfeld nimmt er nicht. „Zu eng.“

Ob er verärgert ist? „Nicht wirklich“, gibt er zu. „Irgendwo ist doch immer eine Baustelle.“

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