Freibadbilanz

Besucherrekord für das Bürgerbad Dellwig

Das Bürgerbad Dellwig kann einen erneuten Rekord vermelden.

Das Bürgerbad Dellwig kann einen erneuten Rekord vermelden.

Foto: WP

Dellwig.  Mit dem Saisonabschluss in Dellwig ist man zufrieden. Vor allem die Jugend trägt zum Erfolg des Bürgerbades bei – und das hat System.

Im Bürgerbad Dellwig blickt man zufrieden auf die abgelaufene Freibadsaison zurück. In der zweitbesten Saison seit Bestehen des Bades ist es vor allem die Jugend, die für neue Impulse sorgt.

Zweitbeste Saison aller Zeiten

„Wir sind soweit zufrieden“, erklärt Dirk Weise, Geschäftsführer der Freibad Dellwig gGmbH. Mit 44.463 Besuchern habe man nach dem Rekordjahr 2018 das zweitbeste Ergebnis seit Bestehen des Bades abgeliefert. Gleichzeitig sorgten die lang anhaltend heißen Tage des Sommers dafür, dass die Ehrenamtler in Dellwig am 30. Juni sogar einen neuen Tagesbesucherrekord verzeichnen konnten. 2494 Badegäste suchten an diesem Tag Abkühlung in der Ruhrstadt.

Besonders stolz ist Weise auf den in diesem Jahr gegründeten Jugendbeirat, der sich in den unterschiedlichen Gremien und Sitzungen aktiv mit einbringt und mit neuen Ideen – etwa einem eigenen Instagram-Account – für deutlich mehr Aufmerksamkeit unter den jüngeren Besuchern sorgt. „Das erfrischt einfach das Vereinsleben, sie können sich bei uns mit ihren Ideen austoben“, betont Weise. Und die Zusammenarbeit zwischen Nachwuchs und etablierten Ehrenamtlern ist auch zwingend notwendig, wie der Geschäftsführer betont. „Die Jugend ist unsere Zukunft, wenn man sie von vornherein ausgrenzt, wird es in zehn bis 20 Jahren problematisch“, ist sich Weise bewusst.

Nicht zuletzt deshalb gebe es Überlegungen, einzelne Nachwuchskräfte künftig noch stärker in die Vereinsarbeit mit einzubinden. Derzeit zählt der Förderverein etwas mehr als 600 Mitglieder – Tendenz steigend.

Ehrenamt weiter professionalisiert

Eine Neuerung, die dem Bürgerbad durch den Sommer geholfen hat, ist ein Pool aus insgesamt 19 Rettungsschwimmern sowie die Zusammenarbeit mit dem Unnaer Bornekampbad. Egal ob Studenten, Ärzte oder engagierte Stadtteilbewohner: die Ehrenamtler haben laut Weise erst dazu beigetragen, dass die Saison so erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

So habe man dem Bornekampbad zwischenzeitlich mit Manpower ausgeholfen, im Gegenzug konnten die Dellwiger dann auf einen Beckensauger aus Unna zurückgreifen, der im Bürgerbad zwischenzeitlich den Geist aufgegeben hatte. „Nach der ersten Saison kann man sagen, dass wir sehr gute Rettungsschwimmer hatten, die immer ein offenes Auge hatten“, sagt Dirk Weise. Gleichzeitig hätte die Ortsgruppe der DLRG mitgeholfen. Sei es nun bei der Abnahme der Schwimmabzeichen oder der Beckenaufsicht.

Ohnehin sei für Weise eine seit Jahren stetig positive Entwicklung des Bürgerbads Dellwig auszumachen. An durchschnittlichen Tagen habe man inzwischen deutlich mehr Gäste als noch vor wenigen Jahren. „Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen“, mahnt Weise. Ein Grund für den Erfolg sei das Konzept des Bades. „Wir erfinden uns jedes Jahr neu.“ Hinzu kommen immer professionellere Strukturen unter den Ehrenamtlern. Freuten sich Weise und Co. früher über 1000 Besucher am Tag, frage man sich heutzutage eigentlich viel mehr, wann man die 2000er Marke erreicht. „Das ist ein Stückweit Normalität geworden“, so der Geschäftsführer.

In brenzligen Situationen – das Bad musste die Saison nur mit einer Fachangestellten für Bäderbetriebe bewältigen – steht der Chef „auch mal selbst am Beckenrand“, sagt Weise und lacht. Im Bürgerbad muss jedes Mitglied des Fördervereins ran – und das System funktioniert.

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