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Breitbandausbau in Fröndenberg gerät ins Stocken

Der Breitbandausbau läuft nur mäßig in Fröndenberg. Die Stadt beantragt eine Verlängerung der zugesagten 2,3 Millionen-Euro-Förderung.

Der Breitbandausbau läuft nur mäßig in Fröndenberg. Die Stadt beantragt eine Verlängerung der zugesagten 2,3 Millionen-Euro-Förderung.

Foto: Guido Kirchner

Fröndenberg.   2,3 Millionen Euro stehen für den Breitbandausbau bereit. Doch die Stadt hat ein ganz bestimmtes Problem.

Der Breitbandausbau in der Ruhrstadt gerät ins Stocken. Das ist das Ergebnis eines ersten Runden Tisches zum Thema, an dem Internetanbieter, Kommunalpolitik und Verwaltung teilnahmen.

Volle Auftragsbücher

2,3 Millionen Euro stehen der Ruhrstadt für den Breitbandausbau aktuell zur Verfügung. „Die Stadt Fröndenberg möchte die Versorgung mit einem flächendeckendem Breitband-Internetzugang mit Unterstützung durch Fördermittel von Bund und Land weiter vorantreiben“, heißt es dazu auch auf der Internetseite der Stadt. Doch seitdem Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe 2017 den Förderbescheid vom früheren Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) überreicht bekommen hat, hat sich nicht viel getan. Viel mehr könnte der Ausbau sogar ins Stocken geraten. „Das Interesse an den Ausschreibungen ist sehr mäßig. Es stockt momentan“, sagt der Erste Beigeordnete Günter Freck im Gespräch mit der Westfalenpost.

Der Grund für die Probleme beim Breitbandausbau liegen auf der Hand: „Die Telekommunikations- und Tiefbauunternehmen sind in einem außergewöhnlichen Umfang gebunden“, erklärt Freck. Heißt: Die Auftragsbücher der Unternehmer sind voll, für neue Leitungen im Fröndenberger Westen finden sich keine Interessenten. Die Fördergelder sind bis Ende 2020 bewilligt. Doch ob diese auch bis dorthin abgerufen werden können, sei offen, so Freck. Die Stadtverwaltung habe daher schon um eine Verlängerung der Frist gebeten, die auch realistisch sein solle. Dass die Fördermittel am Ende – mangels Bewerber auf Ausschreibungen – überhaupt nicht abgerufen werden können, sei zwar „theoretisch denkbar, aber derzeit keine echte Gefahr“, so Freck.

Alle an einem Tisch

Im Rahmen des Runden Tisches sprachen sich Teilnehmer dafür aus, ein funktionierendes System für die gesamte Stadt anzustreben. Und das müsse nicht immer ein Glasfaserkabel-Ausbau sein. So haben beispielsweise auch Vertreter von Muenet teilgenommen, die in Frömern, Ostbüren und der Palz Internetlösungen per Richtfunk anbieten.

Die Idee zum „kreativen Austausch“ hatte die CDU. Es sollten Handelnde der Stadt, engagierte Bürger, die sich schon für einen Ausbau per Richtfunktechnik in ihren Dörfern stark gemacht haben, die Stadtwerke und Internetanbieter zusammenkommen, um Lösungen für den Ausbau zu finden.

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