Starkregen

CDU und SPD fordern Maßnahmen zum Überschwemmungsschutz

Die Ostbürener Straße wird bei dem Unwetter Ende Mai von einer Schlammwelle überschwemmt.

Die Ostbürener Straße wird bei dem Unwetter Ende Mai von einer Schlammwelle überschwemmt.

Foto: SPD OV Frömern/Ostbüren/Palz

Fröndenberg/Ostbüren.   Ende Mai sorgte Starkregen erneut für Überschwemmungen in Ostbüren. In zwei Anträgen fordern CDU und SPD jetzt Maßnahmen zum Schutz der Anwohner.

Ende Mai sorgte ein lokales Unwetter für heftige Überschwemmungen und Schlammmassen in Ostbüren. Mehrere Anwohner waren durch Schäden massiv betroffen. Jetzt fordert die Politik konkrete Maßnahmen, damit sich solche Ereignisse in Zukunft nicht wiederholen.

Sowohl die CDU Fröndenberg als auch der SPD-Ortsverein Frömern/Ostbüren/Palz wenden sich mit Bürgeranträgen an Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe. Dabei geht es der SPD um die Erstellung eins nachhaltigen Maßnahmenplans, der CDU vor allem um die Überprüfung der Kanalisation und die Wiederherstellung des Entwässerungsgrabens.

Nicht zum ersten Mal

Das Problem ist nicht neu. Mehrmals gab es nach Starkregen Überschwemmungen im Ortsteil Ostbüren. „Bis jetzt hauptsächlich auf der Ostbürener Straße“, beschreiben CDU-Fraktionsvorsitzender Gerd Greczka und Stellvertreterin Bettina Hartwig-Labs die Auswirkungen in der Vergangenheit. „Nun sind im zweiten Jahr in Folge die Anwohner der Straße ,Am Obsthof’ massiv von Wasser- und Schlammüberflutungen betroffen.“ Zuletzt hätten sich Wasser und Schlamm von den Feldern westlich der Straße in Vorgärten, Häuser und Keller ergossen. Dabei seien auch Steine der Straßenbegrenzung ausgeschwemmt worden.

Eine Ursache für die massiven Überschwemmungen sehen die Christdemokraten in einem mittlerweile zugewucherten Entwässerungsgraben. „Stellenweise ist er als solcher praktisch nicht mehr erkennbar und als Entwässerung nutzlos“, berichten Greczka und Hartwig-Labs aus Gesprächen mit Anwohnern. Auf einer Länge von über 430 Metern befänden sich lediglich am Anfang und Ende der Straße Am Obsthof Gullys, die zudem verstopft seien. Wasser sammele sich in der Senke Am Obsthof/Poststraße und fließe von dort aus auf die „ohnehin belastete Ostbürener Straße“.

Durch das Neubaugebiet „An der Heide“ verschärfe sich die Situation noch. Anwohner hätten berichtet, dass seitdem zusätzliche Regenmengen die Straße herunterflössen. Anliegende Häuser seien völlig ungeschützt.

SPD-Ortsverein-Vorsitzender Sebastian Kratzel schildert weitere Schwerpunkte, die sich bei dem Unwetter am 28. Mai zeigten. So sei unter anderem die Hofstelle Albert extrem von Hagelansammlungen und Schlamm getroffen worden. „An der Hofstelle Pieper und der Ostbürener Straße war es ebenfalls extrem, so dass der gesamte Hof massiv mit Schlamm bedeckt war“, erklärt Kratzel. Wasser und Schlamm seien aus verschiedenen Richtungen auf den Hof geströmt. Neben Kellern sei außerdem auch der Wohnbereich eines Hauses verschlammt worden.

Maßnahmen zeitnah und nachhaltig

Angesichts der jüngsten Ereignisse und der „seit Jahren vermehrt auftretenden Starkwetterereignisse“ fordert die SPD zeitnah nachhaltige Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten und den zuständigen Behörden. Die Schäden für die betroffenen Anwohner gingen teilweise in die tausende Euro gingen. Sebastian Kratzel: „Da das Problem so umfassend ist, müssen alle Betroffenen an einen Tisch, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“

Die CDU wird in ihrem Antrag bereits konkret. Zum Schutz der Anwohner sollten schnellstmöglich die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden: das Ausheben des ursprünglichen Grabens sowie die Überprüfung der Kanalquerschnitte in den Bereichen „An der Heide“ und „Am Obsthof“ bis zur Poststraße. Auch die Entwässerung an der Ostbürener Straße solle überprüft werden.

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