Feuerwehr

Dachstuhlbrand in Langscheder Rewe-Markt

Um 19.30 Uhr ist der etwa zweistündige Einsatz der Fröndenberger Feuerwehr beendet. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Um 19.30 Uhr ist der etwa zweistündige Einsatz der Fröndenberger Feuerwehr beendet. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Foto: Tobias Schürmann

Langschede.   90 Einsatzkräfte sind am Donnerstagabend zu einem Dachstuhlbrand in Langschede ausgerückt. Es gibt erste Vermutungen zu Brandursache.

Zu einem Dachstuhlbrand ist die Fröndenberger Feuerwehr am späten Donnerstagnachmittag ausgerückt. Das Dach eines Getränkemarktes in Langschede hatte Feuer gefangen.

Gegen 17.30 Uhr ziehen dunkle Rauchschwaden über den Getränkemarkt von Rewe-Bielemeier in Langschede. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich noch ein Angestellter und ein Kunde in den Räumlichkeiten, die wenige Meter vom Hauptgebäude des Marktes an der Hauptstraße gelegen sind. Dabei, so erklärt Andreas Bartsch von der Fröndenberger Feuerwehr, war zunächst nach Feuer Stufe 3 alarmiert worden. Das bedeutet, dass sechs Löschgruppen zum Einsatzort eilen. Vor Ort stellen die Fröndenberger Wehrleute jedoch fest, dass der Parkplatz noch von Kunden des nahegelegenen Supermarktes frequentiert wird.

Die Einsatzstufe wird auf 4 erhöht. „Wir waren mit 90 Einsatzkräften inklusive des Rettungsdienstes vor Ort“, sagt Bartsch. Zunächst befürchten die Feuerwehrleute ein Durchzünden der Glut im Dachbereich des Getränkemarktes. „Das Feuer ist im Abdach entstanden und wir haben angenommen, dass es auf den Dachverlauf übergreift“, so Bartsch weiter. Stück für Stück decken die Einsatzkräfte das Dach im rückwärtigen Teil des Gebäudes und im Inneren ab. „Das war eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärt Bartsch das Vorgehen. Die gedämmten Bereiche durchsuchen die Wehrleute nach und nach mit einer Wärmebildkamera, um mögliche Glutnester ausfindig machen zu können. Denn angesichts der Schnellbauweise des Dachs sei dies notwendig gewesen. Ein Ausbreiten des Feuers sei bei schnellerem Abdecken ohne weiteres möglich gewesen.

Unter dem Abdach des Getränkemarktes lagerten zum Zeitpunkt des Feuers leere Getränkekisten und Propangasflaschen, die im Markt ebenso verkauft werden. Auch aufgrund der Explosionsgefahr seien zunächst mehr Einsatzkräfte unter einer sogenannten Stichworterhöhung nach Langschede berufen worden.

Über zwei Zugänge werden die Löscharbeiten durchgeführt. Eine Entnahmestelle an der Hauptstraße und eine am Weidenweg müssen in Anspruch genommen werden. „Es ist wichtig, dass niemand verletzt worden ist“, betont Bartsch. Der Sachschaden am und im Gebäude sei ersten Erkenntnissen zufolge gering. Dies sei, so Bartsch, auch dem schnellen Eingreifen der Fröndenberger Feuerwehr zu verdanken.

Genaue Brandursache noch unklar

Über die Nacht behält eine Brandwache den Einsatzort im Auge. Zwei Löschgruppen blieben dazu in Langschede. Neben einer etwa zweistündigen Sperrung der Hauptstraße musste aufgrund der Rauchentwicklung auch die direkt angrenzende Bahnlinie gesperrt werden. Ersten Erkenntnissen eines Polizeisprechers zufolge könnte Fahrlässigkeit im Umgang mit Feuer als Brandursache angenommen werden. Genauere Angaben könnten allerdings erst in den kommenden Tagen gemacht werden.

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