Schullandschaft

Drei Fröndenberger Grundschulen in den Ferien saniert

Ole Strathoff (Links) und Stefan Neuhaus (rechts) von der Stadt Fröndenberg begutachten den neuen Boden der Sporthalle Gemeinschaftsgrundschule.

Ole Strathoff (Links) und Stefan Neuhaus (rechts) von der Stadt Fröndenberg begutachten den neuen Boden der Sporthalle Gemeinschaftsgrundschule.

Foto: Alexander Lück

Fröndenberg.  An den drei Grundschulen in Fröndenberg hat sich während der Ferien einiges getan. Geduld ist noch beim Lehrschwimmbecken Overbergschule nötig.

Noch gut eine Woche können die Fröndenberger Kinder die Ferien genießen. Wenn es dann nächste Woche wieder los geht (ob nun mit Vorfreude oder nicht) hat sich an den drei Grundschulen in der Stadt einiges getan. Ein wenig gedulden muss man sich noch mit dem Lehrschwimmbecken der Overbergschule.

Lehrschwimmbecken der Overbergschule

Das Lehrschwimmbecken der Overbergschule ist seit September 2018 geschlossen. Damals waren Fliesen von der Wand gefallen, Wasser hinter die Abdichtung getreten. Obwohl das Becken erst zehn Jahre zuvor saniert worden wahr.

Schadenersatzansprüche waren allerdings verjährt, ergab eine juristische Prüfung der Stadt. So sagte es jetzt noch einmal Stefan Neuhaus vom städtischen Bauamt bei einem Ortstermin. Der Stadt blieb nur, das Lehrschwimmbecken noch einmal zu sanieren. Auf eigene Kosten. „In diesen sauren Apfel mussten wir beißen“, so Neuhaus.

Das Becken wurde zurückgebaut, bis auf den rohen Beton. Dann kamen neue Fliesen. Alle vorgeschriebenen Trocknungs- und Wartezeiten für Fugen habe man peinlich genau eingehalten, berichtete Neuhaus weiter. Zeitdruck bei den Bauarbeiten vor zehn Jahren könnten einer der Gründe für die Schäden sein, vermutet Neuhaus, was aber Spekulation bleiben muss. „Jetzt haben wir die Sicherheit, dass es vernünftig gemacht wird. So etwas wollen wir nicht nochmal erleben.“

Es gab auch eine Probefüllung des Beckens mit dem Ergebnis, dass es nun wirklich dicht ist. Aktuell ist das Bad noch eine große Baustelle. Aber es geht voran. Der zunächst einmal anvisierte Termin, nach den Sommerferien den Schwimmbetrieb (nicht nur den beiden Grundschulen in der Innenstadt, sondern auch Kurse der DLRG) wieder aufzunehmen, war nicht zu halten. Die Technik wie Pumpen und Filter hat nun ein gutes Jahr stillgestanden und braucht auch ihre Zeit, um wieder hochzufahren. Stefan Neuhaus ist optimistisch, dass nach den Herbstferien die ersten Runden im Wasser gedreht werden können.

Overberg- und Gemeinschaftsgrundschule weichen für die sechs Wochen zwischen Sommer- und Herbstferien wie bisher für den Schwimmunterricht in das Becken der Langscheder Sonnenbergschule aus. „Das ist sichergestellt“, sagt Ole Strathoff aus der Stadtverwaltung, „wenn auch etwas eingeschränkter als im eigenen Becken.“ Immer dienstags geht es dann nach Langschede rüber. Kostenpunkt der aktuellen Bauarbeiten: 70.000 Euro.

Anlage für Amokfälle an der Overbergschule

Eine andere große Maßnahme während der Sommerferien an der Overbergschule: der Einbau der sogenannten ELA-Anlage für Amokfälle. Solch ein Gerät muss nun jede Schule bekommen. Die Overbergschule ist die erste der drei Grundschulen.

In jedem Raum hängt dann ein Lautsprecher, was auch genutzt werden kann zur Evakuierung im Brandfall oder ganz einfach für alle anderen Informationen. Das System ist komplex, um auch bei teilweisem Ausfall noch zu funktionieren, deshalb müssen ziemlich viele Kabel verlegt werden. „Ich wusste schon, dass es viele werden. Aber so viele...“, staunt Stefan Neuhaus. Kosten dafür insgesamt pro Schule: gut 100.000 Euro. Fördertöpfe gibt es nicht.

Kautschuk-Fußboden für die Sonnenbergschule

„Die neuen Decken sind ein unheimlicher Gewinn für die Lernatmosphäre“, bemerkt Stefan Neuhaus zu den Akustikdecken. Es ist tatsächlich viel ruhiger, was die Arbeit in einer sicher manchmal aufgekratzten Klasse für die Lehrerinnen und Lehrer angenehmer macht. Was auch Schulleiterin Christiane Danz ausdrücklich bestätigt. Hinzu kommt hier ein neuer Kautschuk-Fußboden – robust und widerstandsfähig laut Neuhaus.

Vier von sieben Räumen sind nun auf dem neuen Stand. Nach und nach kommt in Langschede auch höhenverstellbares Mobiliar für die Schüler. Und den neuen, farbenfrohen Schriftzug mit dem Namen der Schule auf der Außenwand haben einige Schüler zusammen mit einem Künstler noch im alten Schuljahr selber erstellt. Kosten: 28.000 Euro.

Gemeinschaftsgrundschule: Sporthalle mit neuem Boden

Auch in der Gemeinschaftsgrundschule wurden Klassenräume nach dem neuesten Stand des Schallschutzes und der Akustik modernisiert – teilweise auch mit neuer Farbe an den Wänden. Noch gut zwei Drittel der Räume stehen für die nächsten Jahren aus.

Das größte Projekt in den Ferien war aber die Sporthalle. Der gut 30 Jahre alte Boden – der erste der Halle – war in die Jahren gekommen und hatte mittlerweile ein alles andere als gutes Schwingungsverhalten. Das bekamen insbesondere die Basketballer des GSV zu spüren. Nun liegt der neue Boden. Deutlicher zeichnen sich die Kontraste der Linien für einzelne Sportarten ab. Und auch der Hüpftest für die Schwingungseigenschaften überzeugt. Rechtzeitig ist alles fertig geworden damit die Tischtennisspieler des GSV am Wochenende hier die Stadtmeister ermitteln können. Kostenpunkt der Sporthalle: 60 000 Euro.

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