Hofladen

Experimente mit Schokolade in der Hofkäserei Wellie

Große Auswahl im Hofladen der Käserei Wellies: Chefin Annette Wellie (links) und Mitarbeiterin/Schwägerin Elisabeth Püttmann

Foto: Alexander Lück

Große Auswahl im Hofladen der Käserei Wellies: Chefin Annette Wellie (links) und Mitarbeiterin/Schwägerin Elisabeth Püttmann Foto: Alexander Lück

Warmen.   In der Käserei Wellie werden mit Vorliebe neue Kreationen ausprobiert. Bei der Produktion kommen die Fachleute ohne Zusatzstoffe aus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bei Wellie ist fast alles Käse. Von Warmen aus wird er mittlerweile in ganz Deutschland verkauft. Der kleine Laden auf dem Hof Wellie bietet aber noch mehr. Teil 3 unserer Serie.

Unter anderem war es die Politik, die den Ausschlag gab. Durch die Milchquotenregelung stellte sich für Familie Wellie, die ihren Hof in Warmen seinerzeit noch als Milchbetrieb führte, Anfang der 80er-Jahre die Frage, was sie mit den Überschüssen tun könnte. Für den Eigenbedarf der Familie und für Freunde stellte Annette Wellie dann Butter, Quark, Schlagsahne etc. her. Dann kam Käse dazu.

Anfang der 90er-Jahre sank der Milchpreis, und die Familie Wellie setzte daraufhin ganz auf den Käse. Annette Wellie, eigentlich gelernte medizinisch-technische Assistentin und der Liebe wegen nach Warmen gekommen, produzierte zunächst aus einer Mini-Käserei, sechs Quadratmeter groß, im Haus der Familie. Gatte Norbert kümmerte sich weiterhin um die Kühe. Auch die erwachsenen Söhne sind hier mittlerweile dabei. Die „richtige“ Käserei wurde 1997 gebaut und zwölf Jahre später auf ihren heutigen Stand erweitert.

30 saisonale Sorten

Gleichsam wuchs über die Jahre auch das Sortiment. Die etwa 30 Käsesorten, die das ganze Jahr über oder saisonal produziert werden, gibt es im kleinen Hofladen. Vier Grundrezepte – Weichkäse, Tilsiter, Gouda und Hartkäse, werden mit Kräutern, Gewürzen und anderen Lebensmitteln kombiniert. Während der Spargelzeit kann das auch frischer Spargel sein.

Kreative Kraft hinter den Variationen ist Annette Wellie, die auch Hauswirtschaftsmeisterin ist. „Ich probiere gerne Sachen aus“, erzählt sie aus dem Schaffensprozess. Dass nicht alles „Marktreife“ erlangt, ist klar. „Ich habe auch mal was mit Schokolade oder Gojibeeren versucht, das war aber nicht so der Knaller.“ Dafür gibt es Klassiker, die sich bei den Kunden langjähriger Beliebtheit erfreuen wie den „Schwatten“ mit Möhrensaft (hauptsächlich für die Farbe), Honig und schwarzem Pfeffer. Zur anstehenden Weihnachtszeit kommen Nüsse, Feigen und Zimt wieder ins Spiel.

Weiterbildung zur Käsesommeliere

Annette Wellie muss wissen, was lecker ist und zueinander passt: Sie ließ sich vor gut drei Jahren zur Käsesommeliere ausbilden. Eine gängige Meinung möchte sie widerlegen: „Rotwein passt eigentlich gar nicht so. Aber natürlich entscheidet am Ende der persönliche Geschmack.“ In ihrem Fall: kräftiger, reifer Käse zusammen mit einem fruchtigen, süßen Weißwein.

Für die Milchkühe gilt laut Wellie: keine Gentechnik im Futter. Und für die Käseproduktion: keine Zusatzstoffe. „Das macht es aufwendiger, der Laib muss öfter gedreht werden damit sich kein Schimmel bildet.“

Annette Wellie kocht auch selber Marmeladen und Gurken ein und bietet diese an. Andere Produkte wie Fleisch und Eier kommen von Direktvermarktern aus der Region. Also doch nicht alles nur Käse in Warmen.

Produkte sind in ganz Deutschland erhältlich

Die Produkte sind in anderen Hofläden sowie Supermärkten in ganz Deutschland erhältlich.

Es können auch Gruppenführungen durch die Käserei gebucht werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik