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Familie Frens in Bentrop liebt die tolle Knolle

Hofladen Frens setzt auf die tolle Knolle:   Annegret, Theresa und Friedrich Frens (von links) 

Hofladen Frens setzt auf die tolle Knolle:   Annegret, Theresa und Friedrich Frens (von links) 

Foto: Alexander Lück

bENTROP:   Familie Frens in Bentrop setzt alles auf die tolle Knolle. Ihr Hofladen bietet aber noch mehr regionale Spezialitäten.

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Tief verwurzel im Dorf(-leben) und verbunden mit der Knolle in ihren verschiedensten Sorten. Ganz im Osten Fröndenbergs, in Bentrop, liegt der Hofladen von Familie Frens.

Der ist, verkehrsgünstig an der Landstraße auf dem Weg von Fröndenberg nach Wickede gelegen, kaum größer als das Badezimmer in so manchem Haus. Aber er bietet alles an regionalem und saisonalem Obst und Gemüse, was das Herz begehrt. Aber gerade auch südlich der Ruhr haben die Direktvermarkter aus dem äußersten Fröndenberger Osten über viele Jahre eine treue Kundschaft aufgebaut.

Seit 75 Jahren in Menden

Seit 75 Jahren sind sie Stammgäste dienstags und freitags auf dem Wochenmarkt in Menden, noch nicht ganz so lange auch immer samstags auch in Iserlohn-Lethmathe. Weil man immer wieder auf Wunsch die Einkauf auch nach Hause brachte entstand daraus ein Lieferservice, der mittlerweile donnerstags und freitags in Menden, Fröndenberg und Umgebung unterwegs ist, mit einer Route bis weit ins Hönnetal hinein. „Das ist für manche Kunden natürlich sehr bequem. Und auch wenn es natürlich vor allem ältere und nicht mehr so mobile Menschen nutzen, gewinnen wir mit diesem Angebot auch beständig jüngere Kunden hinzu“, erzählt Theresa Frens.

Hofladen feiert nächstes Jahr Jubiläum

Die 21-Jährige studiert aktuell Agrarwissenschaft an der Fachhochschule Soest und arbeitet ansonsten nach Kräften im Betrieb mit. Gleiches gilt für ihre zwei Jahre ältere Schwester Felicitas, die eine landwirtschaftliche Ausbildung in Münster absolviert. Der Betrieb - „Frisches vom Land“ lautet der Slogan bei Frens - ist seit jeher ein Familienbetrieb, der Hofladen wird nächstes Jahr 20 Jahre alt. Verkauft wird hier, wie auch auf den Märkten, auch Obst und Gemüse welches nicht aus eigenem Anbau stammt.

Zusammenarbeit mit Ostermann

Hinter dem die Familie Frens aber genauso steht wie hinter den eigenen Produkten. „Wir wissen ganz genau, was wir zukaufen. Alles kommt aus der Region, aus Fröndenberg, der Soester Börde. Kurze Wege sind wichtig. So können wir das gute Gefühl, was wir mit diesen Produkten haben, an unsere Kunden weitergeben“, wirbt Theresa Frens für die heimische Landwirtschaft. Gleiches gilt auch für die Eier vom benachbarten Geflügelhof Ostermann in Warmen (siehe Porträt am nächsten Dienstag). Mit diesem Betrieb kooperiert man eng, teilt sich einige Landmachinen und Geräte. „Wir haben deren Eier und Ostermanns verlaufen unsere Kartoffeln“, so Frens.

Bintje eignet sich für Pommes

Was den eigenen Anbau betrifft, ist dieses Knollengewächs schließlich das ganz große Thema. Ein Thema, von dem die junge Frau mit viel Leidenschaft erzählen kann. „Der Kartoffelnbau ist eine aufwändige Sache, die Fruchtfolge beträgt sechs Jahre. Viele Menschen wissen das nicht.“ Beim Bentroper Familienbetrieb gibt es vom festkochenden Klassiker Cilena über Belana und die vorwiegend festkochende Marabel für jeden Geschmack etwas. Auch die mehlige Sorte Bintje. „Letztere war früher viel beliebter, für Pommes etwa. Ein kleiner Kreis an Kunden sucht diese Sorte aber noch gezielt und wir können sie ihnen anbieten“, sagt Theresa Frens. Und wie zum Beiweise hält draußen auf dem Hof wenige Momente später ein Auto und aus dem Selbstbedienungs-Kartoffelhäuschen direkt an der Hauptstraße wandert ein Sack Bintje in den Kofferraum.

Klassiker der Küche

Erhältlich sind Säcke zwischen 2,5 und 25 Kilogramm und dank des angesprochenen Holzverschlags auch zu jeder Tages- und Nachtzeit. Dass daheim bei Familie Frens auf dem Mittagstisch die Kartoffel eine nicht unerhebliche Rolle spielt, kann da kaum überraschen. Ideen für schmackhafte und abwechslungsreiche Knollengerichte sprudeln da nur so aus dem Mund, nicht nur von Theresa, sondern auch von ihren Eltern Friedrich und Annegret. Aktuell gibt es auch wieder eigenen Grünkohl zu kaufen, auch so ein alter und beliebter werdender Klassiker der deutschen Küche.

Junge Leute setzen auf Qualität

Überhaupt hat Theresa Frens festgestellt: „Viele junge Leute achten wieder verstärkt auf die Ernährung und die Qualität der Lebensmittel. Auch wenn es die nachvollziehbar nicht zum Discounterpreis geben kann.“ Was der jungen Frau genauso wichtig ist wie regionales Obst und Gemüse: Engagement vor Ort. Schützenverein, Feuerwehr oder Trommlerkorps. Familie Frens mischt an vielen Stellen in Bentrop mit.

>> INFO

Familie Frens’ Hofladen in Bentrop hat montags und donnerstags, 9 bis 18 Uhr, freitags, 14 bis 18 Uhr, samstags, 9 bis 13 Uhr, geöffnet.

Felicitas und Theresa Frens wollen eine Tradition beleben. Am Samstag, 23. Dezember, 15 Uhr, findet vor der Feuerwehr ein Weihnachtsglühen statt.

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