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Fröndenberger Fliegenkirmes soll familienfreundlich bleiben

Sabine Dettmann und Hubert Sallamon von der Stadtverwaltung stellen das Programm der Fliegenkirmes 2019 vor.

Sabine Dettmann und Hubert Sallamon von der Stadtverwaltung stellen das Programm der Fliegenkirmes 2019 vor.

Foto: Tobias Schürmann

Fröndenberg.  Vom 13. bis 16. September macht die „Fliege“ Fröndenberg zur Kirmesstadt. Problematisch sind für Kleinstädte vor allem steigende Erwartungen.

Die Fröndenberger Fliegenkirmes soll auch in diesem Jahr ein Aushängeschild für die Familienfreundlichkeit in der Ruhrstadt sein. Zudem soll der Abschluss des Sommerleseclubs ab diesem Jahr einen eigenen Rahmen, losgelöst von der Kirmes, erhalten.

Traditionelle Veranstaltung

Mit 28 bis 29 Ausstellern rechnet Hubert Sallamon vom Stadtmarketing noch bis zum Start der Fliegenkirmes am 13. September. Denn auch wenige Tage vor Start der traditionellen Kirmes in der Ruhrstadt steht das Telefon von Sallamon nicht still, wie er sagt. „Es kommen noch Meldungen bis auf den letzten Drücker.“ Gleichzeitig richtet man bei der Stadt den Blick aber bereits auf die Zukunft. Denn man will weiterhin familienfreundlich sein und der Jugend einen Anschluss an die traditionelle Veranstaltung schmackhaft machen – wenngleich deutliche Neuerungen bei Fahrgeschäften oder Aufbau ausbleiben.

„Der Platz ist einfach begrenzt“, sagt Sallamon. Dabei habe sich gerade die Aufteilung rund um den südlichen Teil des Marktplatzes, dem Café Melange, entlang der Bahnschienen und auf dem Platz vor Woolworth. Davon versprechen sich die Organisatoren vor allem eine weiterhin gute Anbindung der Einzelhändler in der Kernstadt an die Kirmes. „Die Besucher sollen schon die Fröndenberger Geschäftswelt wahrnehmen“, betont Sallamon.

Gutscheine für Sommerleseclubs

Eine kleine Neuerung gibt es dennoch. Anders als in den Vorjahren sollen aus der Kombination von Abschluss des Sommerleseclubs und Kirmesstart zwei separate Veranstaltungen werden. „Wir hatten die Idee, diese Verlinkung anders zu gestalten“, erklärt Sabine Dettmann vom Stadtmarketing. Damit die erfolgreichen, kleinen Leser aber dennoch nicht zu kurz kommen beim Thema Kirmes, bekommt jeder Teilnehmer des Sommerleseclubs Gutscheine für ein Eis, eine Bratwurst oder eine Freifahrt. „Jede Veranstaltung bekommt einen eigenen Rahmen“, sagt Dettmann. So wolle man vor allem jüngere Besucher oder Flüchtlingskinder an das Traditionsbewusstsein beim Thema Kirmes heranführen.

Am generellen Ablauf haben die Organisatoren derweil nichts verändert. Die Eröffnung erfolgt am Freitag, 13. September, ab 16 Uhr mit dem Luftballonwettbewerb auf dem Marktplatz. Das Feuerwerk soll ebenso am Eröffnungstag – nach Einbruch der Dunkelheit ab etwa 21 Uhr – stattfinden. Während der Samstag unter dem Tenor „Fliege pur“ läuft, ist für Sonntag, 15. September, wieder ein Gottesdienst am Autoscooter (11 Uhr) angedacht. Wer diesen hält, ist noch unklar. Der Montag bleibt wie in den Jahren zuvor der Familientag und soll mit Rabatten locken.

Kleine Städte leiden

Die Stadt richtet angesichts sinkender Besucherzahlen den Blick aber auch auf die Zukunft. Zwar würden die Organisatoren immer die Augen nach neuen und geeigneten Fahrgeschäften offen halten, gleichzeitig sei es aber auch schwierig – angesichts der Platzsituation – neue und vor allem größere Fahrgeschäfte hinzuzugewinnen. Eine weitere Öffnung der Innenstadt für Angebote entlang der Karl-Wildschütz-Straße sowie unter Einbeziehung des Karl-Wildschütz-Parkplatzes sei zwar denkbar, aber schwierig umzusetzen. Die Befürchtung ist, dass eine durchgehende Verbindung und das „Flanieren“ dann nicht mehr gegeben sein könnte. Für Hubert Sallamon seien vor allem die „Superlative“ – also Veranstaltungen wie Cranger oder Hüstener Kirmes – ein Problem für Kleinstädte. Die Maßstäbe der Besucher hätten sich somit verändert. „Kleine Städte wie Fröndenberg leiden massiv darunter“, so Sallamon.

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